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Dormagen: Ein neues Hallenbad?

Dormagen : Ein neues Hallenbad?

Noch geheime Pläne im Bäderkonzept: Zwei Hallenbäder werden abgerissen und ein Neues gebaut. So eine Option des Konzeptes, das am 6. September dem Aufsichtsrat der SVGD vorgelegt wird.

Bekommt Dormagen ein neues Hallenbad? Die Möglichkeit war noch nie so nah wie jetzt. Das sieht eine Option des Bäderkonzeptes vor. Danach sollen die beiden vorhandenen Hallenbäder in Nievenheim und an der Robert-Koch-Straße abgerissen werden und an der Stelle des Dormagener Bades ein neues Hallenbad mit einer 50-Meter-Bahn entstehen.

Eine Option des Bäderkonzeptes: Das Hallenbad in Dormagen wird abgerissen und ein neues Hallenbad gebaut. Foto: H. Jazyk

Noch wird das Bäderkonzept streng geheim gehalten. Es soll am 6. September in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD) besprochen und dann erst der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende der SVGD, Wiljo Wimmer, MdL (CDU), auf Anfrage der NGZ: "Das Konzept sieht eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten vor. Der Neubau ist eine von mehreren Optionen." Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann ergänzt auf Anfrage: "Das ist eine sehr überlegenswerte Variante." Allerdings unter dem Vorbehalt, dass sie sich rechnet.

Eine Option des Bäderkonzeptes: Das Hallenbad in Nievenheim wird abgerissen. Foto: H. Jazyk

Der Bürgermeister: "Heute können Hallenbäder deutlich günstiger betrieben werden als unsere Bäder aus den 60er- und 70er Jahren." Er führt als ein Beispiel deutlich niedrigere Energiekosten an. Das Areal am Nievenheimer Hallenbad könnte dann bebaut werden. Hoffmann: "Eine Lösung, die sich mittelfrisig rechnen könnte." Keinesfalls sollte der Neubau ein aufwändiges Spaßbad sein, "aber eines, dass sich für Schwimmwettkämpfe eignet". Hoffmann: "Die Frequenz könnte mit einem solchen Bad deutlich gesteigert werden." Er erinnert daran, dass das Bad mitten im Schulzentrum liegt und in der Nähe des Bahnhofs.

"Ergebnisoffen" — so soll laut Wimmer die Diskussion um die Dormagener Bäder verlaufen. Auch andere Optionen in dem Gutachten des Düsseldorfer Bäder-ExpertenAltenburg werden bedacht. So stehen auch der Erhalt beider Bäder oder der Abriss eines Bades zur Debatte. Eine wichtige Rolle in den Überlegungen spielt auch die Römertherme, die noch im Aufgabenbereich des TSV Bayer steht. Einer der Fragen dabei: Die Verantwortlichkeit beim TSV zu belassen und dem Sportverein einen satten Zuschuss zu geben — oder aber das Freibad ganz zu übernehmen. Wimmer und Hoffmann wünschen sich eine breite Diskussion in der Öffentlichkeit.

Der Bürgermeister legt den Maßstab für die Beurteilung der Bädersituation fest: "Wir müssen überlegen, was wir uns noch leisten wollen und können." Dabei dürfe sich die SVGD nicht von kurzfristigen Zielen und Berechnungen leiten lassen, sondern müsse auf Dauer eine Lösung finden.

(NGZ)