Analyse: Ein Kunstwerk, das Aufmerksamkeit verdient

Analyse: Ein Kunstwerk, das Aufmerksamkeit verdient

Diskussion um Stilllegungspläne für den Rathaus-Brunnen

Peter Scheuss hat sich in die immer länger werdende Reihe derjenigen gestellt, die klipp und klar fordern, dass der Rathaus-Brunnen erhalten bleiben muss. Der Frisörmeister, früher lange Jahre mittonangebendes Mitglied der Werbegemeinschaft Dormagen, wird nach Guido Schenk und Udo Bünz sich ebenfalls finanziell beteiligen, und nach einer Reparatur im dritten Jahr die Betriebskosten übernehmen. Er hat, ebenso wie die beiden Genannten, ein "besonderes Verhältnis" zu diesem Brunnen, das als Stelen-Kunstwerk den schönen Platz vor dem Historischen Rathaus schmückt. Und der soll stillgelegt werden, weil er nicht oder nur mit einem Aufwand von ein paar tausend Euro zu reparieren ist? Der Vorschlag der Verwaltung wird schon als Schachzug angesehen, mit dem Stillegungsplan Politik und Bürger aus der Reserve zu locken. Vielleicht sogar, auf diesem Weg Finanztöpfe für eine Reparatur zu öffnen, die sonst verschlossen geblieben wären. Sei's drum. Klar ist, dass auf dem Rathausplatz nicht ein x-beliebiger Wasserspender steht, sondern ein Kunstwerk, dass 1988 mit Sinn und Verstand, in dieser Form und genau dort aufgestellt worden ist. Dort, wo historisch gesehen, erzählt Scheuss, die römische Verbindungsstraße von Köln über Neuss nach Xanten verlief.

Dass diese Brunnen-Stele plätscherndes Wasser verdient hat, ist kaum zu bezweifeln. Ebenso mehr Aufmerksamkeit. Die bekommt er derzeit wie seit Jahren nicht. Daher ist der Vorschlag von Schenk, mit einem Brunnenfest das Kleinod zu würdigen, eine charmante Idee.

(schum)