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Dormagen: E-Books ersetzen keine Bücher

Dormagen : E-Books ersetzen keine Bücher

Die Dormagener sind sich einig: Lieber nehmen sie ein altbewährtes Buch aus Papier zur Hand, anstatt sich mit der digitale Alternative des E-Book-Readers anzufreunden. Da überzeugen auch nicht die Vorteile des neuen Mediums.

Zerknitterte Buchseiten, der Geruch von Druckerschwärze in der Nase und dicke 1000-Seiten-Wälzer – das alles gibt es nicht mehr bei den neuen E-Book-Readern. Die flachen, digitalen Lesegeräte versuchen seit 2007, die traditionellen Bücher abzulösen. Und sie punkten mit Flexibilität: Der Leser kann nicht nur ganze Bibliotheken auf dem Gerät mitnehmen, er hat auch die Möglichkeit, spät nachts oder am Sonntag seine Lieblingsbücher einzukaufen und direkt zu lesen.

Das überzeugt die Dormagener aber nicht – sie setzen auf das altbewährte Papierformat, das sie seit Jahren kennen und lieben gelernt haben. Es fehle einfach das Buchgefühl sagen viele. Die Seiten müssten knistern, das Buch nach Buch riechen und es darf auch ruhig mal etwas schwerer sein. Auch gibt es Skepsis, ob ein dauerhaftes Lesen auf dem E-Book-Reader gut für die Augen sei. "Wenn ich einen Wälzer in die Hand nehme und lese, nehme ich mir bewusst Zeit für mich. Bei einem technischen Gerät ist das einfach ein anderes Gefühl", erklärt Almut Lübbert.

(NGZ)