Dormagen: "Düsselweg als Zufahrt zu eng"

Dormagen : "Düsselweg als Zufahrt zu eng"

Beim CDU-Forum Hackenbroich diskutierten die Besucher über die Bebauungspläne für das Grundstück des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums an der Moselstraße. Anwohner weisen auf Problemzonen hin.

Die Bebauungspläne für das Gelände des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums an der Moselstraße werden weiterhin diskutiert. Nachdem vor drei Jahren der erste Plan erstellt worden ist, geht es nach einigen Änderungen jetzt um die Verkehrsführung für die zurzeit 21 geplanten Häuser und ihre Anordnung auf der 6481 Quadratmeter großen Fläche. Im voll besetzten Sportlerheim an der Hackhauser Straße diskutierten etwa 80 Anwohner beim CDU-Forum Hackenbroich über diese Pläne und weitere Themen aus ihrem Stadtteil.

CDU-Planungsexperte Hermann Harig, seit 43 Jahren Mitglied im Planungsausschuss, stellte einige Problempunkte der derzeitigen Planung fest: "Die Häuser sind nach Osten ausgerichtet, es gibt zu wenige Parkmöglichkeiten und der Düsselweg soll als Zufahrtstraße ausgebaut werden." Daher habe er einen Plan mit Änderungsvorschlägen erstellt, nach dem die Erschließung der neuen Häuser von der Moselstraße aus erfolgt, es weniger Doppelhäuser gibt — zugunsten von Reihenhäusern, die alle nach Süden ausgerichtet sind — und mehr Parkplätze vorgesehen sind.

Diese Änderungen wären ganz im Sinne von Markus Stobrawe. Der Eigentümer eines Hauses am Düsselweg stellte im Forum Hackenbroich die Forderung aller acht Anwohnerfamilien vor: "Der Düsselweg ist zu eng, um eine Zufahrtsstraße zu werden, außerdem gefährdet der zu erwartende Verkehr unsere Kinder." 13 Kinder spielen auf der 4,70 Meter breiten Stichstraße, die keine Bürgersteige hat. Die Besucher des Forums diskutierten die Pläne lebhaft.

"Die Problematik am Düsselweg haben wir erkannt, da wäre eine Verkehrsführung über die Moselstraße besser", sagte Ralf Höppe, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Dormagen (für Mitglieder aus Dormagen, Rheinfeld, Horrem, Hackenbroich, Hackhausen und Delhoven). Nun entscheiden die Mitglieder des Planungsausschusses am 2. Februar über die baurechtlichen Voraussetzungen für das Gebiet an der Moselstraße.

Wie Pfarrer Frank Picht von der evangelischen Kirchengemeinde, der Eigentümerin des Grundstücks, beim Forum Hackenbroich betonte, habe der Investor, die WISA Bauträger GmbH aus Kaarst, bereits viele Ideen der Anwohner umgesetzt: "Wir sind uns alle einig: Wir wollen günstigen Wohnraum für Familien schaffen." Die Fläche liege jetzt schon zu lange brach, daher hofft er, dass es am 2. Februar zu einer Entscheidung kommt: "Die Planungen sind gut und könnten noch einmal angepasst werden, dann kann auf der Brache bald gebaut werden."

(NGZ)
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