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Dormagen: Duell um WSD-Vorsitz

Dormagen : Duell um WSD-Vorsitz

Die Weichen für die Zukunft der Einkaufsstadt Dormagen werden heute gestellt. Zwei Bewerber streiten um den Vorsitz der Werbegemeinschaft (WSD). Die NGZ erklärt, welche Strategien die beiden Kandidaten verfolgen.

Marketing-Fuchs oder Gastro-Profi? Gerd Hengsberger oder Frank Lemke? Heute Abend entscheidet sich, mit welcher Strategie die Werbegemeinschaft (WSD) Dormagen künftig gefahren wird. Die NGZ erklärt, mit welchem Kurs die Kandidaten die Innenstadt künftig stärken wollen.

...oder Frank Lemke? Es ist auch ein Duell um Ideologien. Foto: h. jazyk

Positionierung Gegenüber konkurrierenden Städten will Gerd Hengsberger mit Kontinuität punkten. Er setzt auf inhabergeführte Geschäfte. Hengsberger ist sicher: "Menschen von außerhalb sind beeindruckt von der Kölner Straße." Auch Frank Lemke hebt Flair und inhabergeführte Geschäfte in der Innenstadt hervor. Er will verstärkt noch die Werkzeuge von "Social Networks" nutzen.

SVGD-Zusammenarbeit Der WSD-Vorstand habe bereits vor zwei Jahren beschlossen, die Zusammenarbeit mit der SVGD (Stadtmarketing) zu stärken, meint Gerd Hengsberger. Und zwar über die reine Durchführung von Veranstaltungen hinaus. Auch Frank Lemke will die Kooperation stärken: "Man hat gesehen, dass die SVGD sehr gut in der Lage ist, solche Veranstaltungen zu managen. Wir werden uns aktiv einbringen."

Fachmarktzentrum Gerd Hengsberger erklärt: "Ja zum Fachmarktzentrum, wenn es der Innenstadt nutzt und die Dormagener Liste eingehalten wird. Frank Lemke sagt: "Ganz klar, nein!" Ein Mehr an Verkaufsfläche könne nicht immer für eine Lösung herhalten.

Abendveranstaltungen "Bühnenprogramme sind sehr teuer, erreichen wenige Leute und diese zur falschen Zeit", meint Gerd Hengsberger. Es sei der Einzelhandel, der die Innenstadt stärke und die Menschen dorthin ziehe. Auch Frank Lemke erklärt: "Mehr WSD-Abendveranstaltungen wird es mit mir nicht geben."

Stadtteil-Kooperationen Gerd Hengsberger findet: "Wer Kunden gewinnen will, braucht ein klares Profil und eine klare Ansprache." Die Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel in anderen Stadtteilen soll nicht verstärkt werden. Man müsse sich zudem fragen, ob es sinnvoll sei, wenn der Trödelmarkt in TopWest parallel zum Ostermarkt veranstaltet wird. Frank Lemke glaubt, dass eine Vernetzung der Aktivitäten anzustreben, aber nicht leicht umsetzbar ist. Eine Kooperation mit TopWest kann er sich vorstellen: "Warum nicht." Gemeinsam könne der Standort Dormagen gestärkt werden.

Neue Veranstaltungen Gerd Hengsberger will die Samstage beleben, mehr für junge Leute tun. Das müsste aber nicht im Rahmen von Veranstaltungen geschehen. Die Geschäfte müssten sich indes stärker noch gegenseitig Kunden zuführen. Frank Lemke will für die Ideenfindung die Mitglieder der WSD integrieren. Er glaubt. "Viele Köpfe haben viele gute Ideen."

Verbesserungspotenziale Die Märkte haben aus Hengsbergers Sicht Potenzial, das noch nicht ausgeschöpft ist. Das Thema wolle die WSD gemeinsam mit dem Stadtmarketing verstärken. Einer ähnlichen Meinung ist auch Frank Lemke: "Wir müssen mehr einen Alleinstellungscharakter herausarbeiten, damit wir nicht vergleichbar sind."

(NGZ)