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Dormagen: Drachenfliegen am Deich

Dormagen : Drachenfliegen am Deich

Der windige Herbst ist die beste Jahreszeit fürs Drachenfliegen. Der Start ist dabei das Schwierigste. Wenn der aber gelungen ist, lassen sich die Fluggeräte sehr einfach steuern. Schon Kinder können beeindruckende Figuren fliegen.

Eine leichte Böe zieht über den Zonser Deich. Zu sanft aber; der erste Versuch misslingt, den Drachen aufsteigen zu lassen. Er steht nur kurz in der Luft, kippt nach vorne und fällt zu Boden, die Leinen verheddern sich. Macht nichts. Zweiter Versuch: Der Wind weht konstant, der Drachen steigt auf, jetzt nur gleichmäßig die zwei Leinen ausrollen lassen. Schon schwebt das bunte Fluggerät über dem Zonser Deich. Ein wenig an der rechten Leine ziehen, der Drachen fliegt in einer Kurve nach rechts, den Zug beibehalten und er fliegt einen Looping.

Einen Lenkdrachen fliegen zu lassen, sieht für Außenstehende nach einer komplizierten Angelegenheit aus. Doch so schwierig ist es gar nicht, die Sportgeräte zu steuern, es können sogar schon Kinder — am Besten zusammen mit den Eltern — einen Drachen fliegen.

Vor dem Start Der Deltadrachen ist der klassische Lenkdrachen, er besteht aus einem V-förmigen Segel, das durch ein etwas schmaleres V in der Stabkonstruktion aufgespannt wird. Eine Leine wird links und eine rechts angebracht. Auch Drachen mit einem rautenförmigen Segel lassen sich lenken, solange sie zwei Leinen haben. Kleine Drachen sind schneller in ihren Bewegungen; große Drachen entwickeln deutlich höhere Zugkräfte. Deswegen beachten: Je kleiner das Kind, desto kleiner sollte das Segel sein.

Bevor es los geht, gründlich die Umgebung anschauen. In der Nähe von Stromleitungen, Autobahnen, Flugplätzen oder Bäumen oder bei Gewitter den Drachen nicht fliegen. Auf Personen achten. Der Start Das Gerät mit der Waageseite — wenn es ein Deltadrachen ist — nach oben auf den Boden legen. Die Nase des Drachens zeigt mit dem Wind und die Flügelspitzen in Richtung des Piloten. Der Pilot steht mit dem Rücken zum Wind und der Drachen am Leinenende im Zentrum des Windfensters vor ihm. Der Drachen kann auch von einem Helfer gehalten werden. Jetzt muss der Pilot die gespannten Flugleinen mit ausreichend Schwung nach hinten ziehen, einige Schritte rückwärts gehen, und der Drachen steigt mit gleichmäßig gespannten Leinen. Erfahrene Piloten können den Drachen auch an kurzen Leinen aufsteigen lassen, wenn der Wind über dem Boden konstant weht. Die Steuerung Die Steuerung eines Lenkdrachens ist schnell erklärt: Zug mit der linken Hand, und der Drachen fliegt nach links; Zug mit der rechten Hand, der Drachen fliegt nach rechts. Ein Looping gelingt, je länger an einer Leine gezogen wird. Die Landung Je näher sich der Drachen am Rand des Windfensters befindet, desto weniger Auftrieb hat er. Zum Landen, den Drachen am Rand des Windfensters verweilen lassen, und er sinkt langsam zu Boden.

(NGZ)