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Dormagens Partnerstadt: Silber-Jubiläumsfeier in Israel fällt aus

Dormagens Partnerstadt : Jubiläumsfeier in Israel fällt aus

Seit 25 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Dormagen und Kiryat Ono. Nach der Stadt in Israel soll nun auch ein Platz in der City benannt werden.

Dieses Jahr sollte es zwei Feste geben, mit denen das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft von Dormagen und Kiryat Ono gefeiert wird. Nun ist die Reise und Feier im Mai in Israel abgesagt worden. Über die Feier im September in Dormagen wird noch entschieden.

Echte Freunde sind einem immer nah, auch wenn man sich unerwartet einmal nicht sehen kann – mit dieser Erkenntnis trösten sich derzeit die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Partnerschaft zwischen Dormagen und Kiryat Ono. Seit 25 Jahren besteht diese deutsch-israelische Freundschaft. Neben Vertretern der Stadt und des Partnerschaftsvereins sollten im Mai auch 20 junge Sängerinnen und Sänger der Gruppe „TonArt“ aus dem Chorhaus der katholischen Pfarre St. Michael teilnehmen. Doch jetzt musste die Begegnung wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

„Mit meinem Amtskollegen Israel Gal in Kiryat Ono bin ich sehr schnell übereingekommen, dass dies auch nicht die Zeit zum Feiern ist – selbst wenn bis Mai das Einreiseverbot in Israel wieder aufgehoben werden sollte“, macht Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld deutlich. „Natürlich ist die Enttäuschung über die Absage bei allen Beteiligten groß, aber die Sicherheit geht einfach vor“, sagt Uwe Schunder, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. Nun hofft der Verein, dass zumindest die für September geplante Jubiläumsfeier in Dormagen stattfinden kann. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bis heute die einzige Städtepartnerschaft mit Israel im gesamten Rhein-Kreis Neuss haben und diese so lebendig, vor allem auch im Jugendbereich, läuft“, sagt Schunder.

Aus Anlass des Jubiläums hat der Partnerschaftsverein angeregt, eine Straße oder einen Platz in Dormagen nach Kiryat Ono zu benennen. Die Stadtverwaltung schlägt dafür die Platzfläche zwischen dem Neuen Rathaus und dem Eiscafé der Rathaus-Galerie vor. „Diese Lösung hat den Vorteil, dass damit keine Adressänderungen für Bürger oder Firmen verbunden sind und wir die Städtepartnerschaft trotzdem an einem zentralen Ort sichtbar machen können“, erläutert Bürgermeister Lierenfeld. „Auch mit der Eigentümergesellschaft der Rathaus-Galerie ist diese Vorschlag abgestimmt. Sie war sofort damit einverstanden.“

Über die Platzbenennung sollten ursprünglich der städtische Planungsausschuss und der Kulturausschuss im März beraten. Wegen der Corona-Krise wurden die Sitzungen abgesagt. „Bis September haben wir aber noch ausreichend Zeit, in dieser Frage zu einer Entscheidung zu kommen“, sagt Lierenfeld. Es wäre ein Signal zu einem besonderen Zeitpunkt, denn im Jahr 2020 jährt sich auch zum 75. Mal das Ende des Holocaust. „Wir als Partnerschaftsverein würden uns über einen solchen Schritt freuen“, sagt Schunder.