Dormagens Klimaschutzmanagerin Lena van der Kamp im Interview zur Umwelt

Interview mit Dormagens Klimaschutzmanagerin Lena van der Kamp : Bewusstsein für Klimaschutz früh fördern

Die neue Klimaschutzmanagerin kümmert sich um Stadtradeln, Energiesparen und Umwelt-Aktionen.

Frau van der Kamp, seit Januar sind Sie Dormagens Klimaschutzmanagerin. Wie haben Sie sich in den ersten drei Monaten in Dormagen eingelebt?

Lena van der Kamp Ich fühle mich hier sehr wohl und bin gut aufgenommen worden. Mein Aufgabengebiet ist spannend und breit gefächert. Dormagen lerne ich jeden Tag ein bisschen besser kennen.

Eins der Projekte des Klimaschutzmanagers ist – in enger Zusammenarbeit mit dem Fahrradbeauftragten Peter Tümmers – das Stadtradeln. Wie gefällt Ihnen dieser Klima-Wettbewerb um die meisten geradelten Kilometer der Kommunen im Rhein-Kreis Neuss?

Van der Kamp Das ist eine tolle Aktion, mit der viel für die Gesundheit und den Klimaschutz gleichzeitig getan werden kann. Daher finde ich sie sehr unterstützenswert. Und nebenbei können wir in Dormagen gemeinsam versuchen, unseren Sieger-Titel erneut zu verteidigen. Obwohl das sicher schwieriger werden wird, da Neuss sich mit meinem Vorgänger Dennis Fels exzellent verstärkt hat...

Wie wird die neue Auflage dieser Aktion in Dormagen aussehen?

Van der Kamp Wir starten voraussichtlich im April mit der Freischaltung der Online-Anmeldung für das Stadtradeln. Die Aktion läuft vom 14. Juni bis 4. Juli. In dieser Zeit gilt es, möglichst viele Kilometer für Dormagen zu „erradeln“. Dazu wird es wieder einen „Stadtradel-Star“ geben, der als Motor wirken soll. Auch in diesem Jahr wird es während der Aktion mehrere geführte Radtouren geben, etwa zum Thema erneuerbare Energien in Dormagen. Am 15. Juni ist der offizielle Auftakt auf der Kölner Straße vor dem Historischen Rathaus. Dort findet auch die kreisweite Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung statt: am 13. Juli beim City Beach. Als Gewinner-Kommune des Vorjahres dürfen wir diesen Abschluss dieses Jahr organisieren.

Welche anderen Aufgaben neben dem Stadtradel-Projekt haben Sie in Dormagen als Klimaschutzmanagerin?

Van der Kamp Es geht darum, Projekte für die Bürgerinnen und Bürger und Maßnahmen innerhalb der Verwaltung anzustoßen, zu entwickeln und umzusetzen. Im Mittelpunkt dieser Projekte steht die Förderung von Klima- und Umweltschutz. Ein Beispiel: Das energetische Quartierskonzept für Horrem, bei dem wir Eigentümer und Mieter mit externer Hilfe über energetische Sanierungen und Fördermittel aufklären und beraten möchten. Ich hoffe, dass das ein großer Erfolg wird. Auch der Einsatz erneuerbarer Energien, neue Mobilitätskonzepte und weitere vielfältige Klimaschutz-Aktionen für Bürgerinnen und Bürger oder Umwelt-Aktionen für Kinder und Jugendliche gehören zu meinen Themen. In den nächsten Wochen geht der überarbeitete Internet-Auftritt meines Bereichs online, so dass alle aktuellen Projekte ebenso abrufbar sind wie Informationen rund um das Solarkataster, den European Energy Award, Aufladestationen für E-Bikes und -Autos sowie Tipps zu Altbausanierungen, Energiesparen allgemein und klimafreundlichem Konsum.

Das ist eine große Bandbreite...

Van der Kamp Ich möchte gern möglichst viele Bürgerinnen und Bürger einbeziehen und zum Mitmachen motivieren. Wir können nur gemeinsam den Klimaschutz vorantreiben. Diese gesellschaftliche Aufgabe ist enorm und kann nur zusammen gelingen. Auch im vermeintlich „Kleinen“ kann jeder einzelne viel für die Umwelt und den Klimaschutz tun. Daher würde ich mir beispielsweise noch mehr Aktionen für Kinder und Jugendliche wünschen, um das Bewusstsein für Klimaschutz schon früh zu fördern. Kinder und Jugendliche sind oft sehr engagiert – das sehen wir gerade weltweit – und können ihre ganze Familie mitziehen.

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