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Dormagens beste Abiturientin: Amelie Wöstmann erreicht Top-Punktzahl

Die beste Abiturientin von Dormagen : Musikerin Amelie erreicht unglaubliche Punktzahl

Dormagenerin Amelie Wöstmann erreichte eine unglaubliche Punktzahl im Abitur. Auch ihre größte Leidenschaft sorgte für eine hohe Punktzahl.

Amelie Wöstmann vom Bettina-von-Armin Gymnasium ist die beste Abiturientin Dormagens. Unglaubliche 892 von 900 möglichen Punkten erreichte die 17-Jährige in diesem Jahr. Die beeindruckende junge Frau erklärt, wie sie diese Spitzen-Punktzahl erreichte und wie die Corona-Krise ihre Zukunftspläne beeinflussen.

Amelie machte erstmals 2019 im Stadtgebiet auf sich aufmerksam. Damals setzte sie sich beim kommunalpolitischen #lifehackpolitik“-Projekt der Stadt  für junge Leute als sachverständige Bürgerin für einen selbstverwalteten Raum für Jugendliche ein. „Das war wirklich spannend und ich habe viel daraus mitgenommen, aber es verlief dann doch irgendwie im Sande.“ Dies tat ihrem Erfolg jedoch keinen Abbruch. Die Musikerin ist stolz auf ihre hohe Punktzahl im Abitur, doch es sei „nicht das Wichtigste“. „Es fühlt sich schön an und es öffnet einem viele Türen, aber es gibt viel wichtigere Dinge im Leben. Durch diese Punktzahl  definiere ich mich nicht.“ Ihr sei es schon immer leicht gefallen, neue Sachen zu lernen: „Ich interessiere mich einfach für sehr viele verschiedene Sachen und habe eine gute Aufnahmefähigkeit.“

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Ihre Abiturfächer waren: Mathe, Sozialwissenschaften, Deutsch und Musik. Das Fach Kunst wählte sie schon früh ab: „In Kunst bin ich einfach nicht gut, das kann ich nicht“, gesteht sie. Musik hingegen sei ihre „größte Leidenschaft“ - nicht nur in der Schule. Seit sie fünf ist spielt sie Klavier, mittlerweile acht Jahre Saxophon, außerdem Schlagzeug und Ukulele. „Musik ist meine riesige Leidenschaft. Ich rede gerne über Musik, daher habe ich es im Abitur mündlich genommen.“ Trotz ihre Top-Noten sei sie vor den Abiturprüfungen nervös gewesen: „Ich hatte großen Respekt vor den Abiturprüfungen, doch ein Jahr vorher war die Sorge größer, als kurz vor den Prüfungen. Ich fühlte mich gut vorbereitet. Die Lehrer haben das gut hinbekommen.“

Auch die Corona-Krise habe ihren Noten nicht geschadet, doch es sei dennoch keine leichte Zeit gewesen. „Meine Noten haben sich durch Corona nicht verschlechtert, davor hatte ich Sorge. Es war aber mehr Arbeit und definitiv zeitintensiver. Man saß teilweise nur vor dem Laptop und hat die Aufgaben erledigt. Der Austausch mit meinen Mitschülern und lebendige Gespräche haben mir gefehlt, es fiel mir schwerer den Stoff zu verinnerlichen. Es war schwieriger, die Noten zu halten.“

Amelie Wöstmann legt jedoch nicht nur Wert auf ihre Noten, auch Freizeit und Ausgleich sind für sie wichtig: „Viele Klassenkameraden sagen, dass man mir meine Noten von der Person her nicht anmerke. Ich würde sagen, dass ich nicht die typische ‚Streberin’ bin. Mein Sozialleben ist mir neben der Schule extrem wichtig. Ich sitze nicht den ganzen Tag an den Schulsachen. Die Schule war zwar ein großer Teil meines Lebens, aber nicht der Inhalt.“ Ihre Eltern seien besonders stolz auf die Leistung ihrer Tochter: „Sie haben mich immer unterstützt. Meine Eltern haben auch nie etwas von mir erwartet und es gab keinen Druck. Sie haben mir viele Möglichkeiten neben der Schule gegeben und mir viele Dinge ermöglicht, für die mein Herz brennt. Sie waren offen für alles, was ich ausprobieren wollte.“

Vergangenen Samstag erhielten die Abiturienten ihr Abschlusszeugnis, auch für Amelie Wöstmann beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Eigentlich hatte sie bereits einen Plan für das Jahr nach der Schule, doch die Corona-Krise und auch ihr junges Alter machten ihr einen Strich durch die Rechnung: „Ich hätte gerne einen Freiwilligendienst beim Projekt ‚Musiker ohne Grenzen’ gemacht und an anderen Orten auf der Welt musiziert, doch das geht jetzt nicht.“ Daher wird nun in diesem Jahr mit einem Studium beginnen: „Ich weiß noch nicht, was ich studieren will, ich denke, ich gehe in Richtung Naturwissenschaften, denn mit meiner Leidenschaft, der Musik, will ich kein Geld verdienen.“