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Dormagen: Dormagens Allergiepflanzen

Dormagen : Dormagens Allergiepflanzen

Wenn nach dem Winter die ersten Sonnenstrahlen die Nase kitzeln, sind die Pollen nicht weit. Für Allergiker ist dies eine unangenehme Zeit. Oft hilft es, wenn man weiß, wo die allergieauslösenden Pflanzen stehen.

Kaum ist der Schnee weitestgehend passé, wird bei vielen Dormagenern die Sommerfreude schon wieder getrübt – durch allergieauslösende Pollen. Wer nicht den ganzen Tag bei geschlossenen Fenstern zu Hause bleiben möchte, sollte wissen, welche Orte er am besten meidet. Michael Stevens, Wissenschaftlicher Leiter der Biologischen Station im Rhein-Kreis, warnt bei Allergieproblemen vor zu langen Spaziergängen durch die Dormagener Wälder: "Die Kiefer kommt häufig im Tannenbusch und in Hackhausen vor. Auch der Mühlenbusch gibt es viele Exemplare", so der Diplombiologe. Besonders in der Blütezeit von Anfang Mai bis Mitte Juni kann es dort verstärkt zu Allergien kommen.

Die Ambrosia ist eine der stärksten Allergieauslöser. Foto: Brunga, Wikipedia.de

Dr. Norbert Sijben, Sprecher des Praxisnetz Dormagen, behandelt akut viele Fälle von Haselallergien. "Damit sollte man vorsichtig sein, denn wenn es nicht behandelt wird, kann es sogar zu Asthma kommen", warnt er. Wer bereits mit Beschwerden auf Haselsträucher reagiert, kann dem schwer entgehen. Nicht selten wird dieser Strauch in Gärten angepflanzt, so dass Nachbarn kaum Chancen haben, dem zu entgehen. Auffällig hohe Konzentrationen gebe es in Dormagen nicht, so Stevens. Er empfiehlt, erst am späten Nachmittag spazieren zu gehen, denn dann hätten sich die Pollen weitestgehend gelegt.

Die Birke blüht von Anfang Februar bis Ende Juli. Foto: Archiv

Bei Eichen- oder Birkenallergien sollte der Knechtstedener Wald gemieden werden. Besonders Birken besitzen eine hoch allergene Potenz. "Bei vielen Bäumen gibt es Kreuzreaktionen. Wenn man auf die eine Pflanze allergisch ist, so ist man es auf eine andere auch höchst wahrscheinlich", erklärt Dr. Sijben. Bei der Birke gibt es unter anderem Kreuzreaktionen mit der Erle und der Eiche, wobei letztere in vielen Dormagener Parks steht. Wer darauf allergisch reagiert, kann den Baum gut an seinem gebuchteten Blattrand und den Eicheln erkennen und so meiden.

Der Wiesen-Sauerampfer ist hoch allergisch. Foto: Wikipedia.de/Hajotthu

Oft wird der Beifuß mit der Ambrosiapflanze verwechselt. Beide Arten sind hoch allergisch, kommen jedoch an verschiedenen Orten vor. Die Ambrosia, eine der weltweit stärksten Allergieauslöser, findet sich, wenn auch nur wenige Exemplare, überwiegend am Rhein. Der Beifuß dagegen wächst viel auf brachliegenden Ackerflächen und ist häufig am Straßen- oder Wegesrand zu finden. Zu ihm gesellt sich der Ampfer, besonders in der Blütezeit von Mai bis Juni. "Allergiker sollten bei Windstille oder nach einem Regenguss spazieren gehen, dann sind die wenigsten Pollen in der Luft", rät Stevens.

Info Tipps und Hilfe bei Allergien bietet der Deutsche Allergie- und Asthmabund unter www.daab.de.

(NGZ)