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Dormagen: Dormagenerin in der "Bravo"

Dormagen : Dormagenerin in der "Bravo"

Die Realschülerin Fabienne Rothe bewirbt sich zum zweiten Mal um den Titel "Supertalent" beim Fernsehsender RTL. Die 15-Jährige hofft auf das Halbfinale und wird voraussichtlich am Mittwoch in der Zeitschrift "Bravo" erscheinen.

Lob gab es schon im vergangenen Jahr für Fabienne Rothe. Die damals 14-Jährige durfte sich über anerkennende Worte sogar von "Pop-Titan" Dieter Bohlen freuen — auch wenn es nicht fürs Halbfinale der RTL-Show "Das Supertalent" reichte. Das soll sich dieses Mal ändern.

"Ich hoffe, dass es klappt. Letztes Jahr war mir klar, dass es schwer würde, weil andere stimmlich besser waren." Dieses Jahr aber hat sie sich gesteigert. Ihr Auftritt am vorletzten Samstag in der mittlerweile siebten Auflage der Castingshow wurde bejubelt, auch Jurorin Sylvie van der Vaart geizte nicht mit Lob.

Erst am 26. November aber wird klar sein, ob sie es ins Halbfinale geschafft hat, wo dann Live-Auftritte anstehen. Dass es trotz Steigerung nicht reichen könnte, dass ihr zweiter Versuch, "Supertalent" zu werden, ein Nachteil in der Show sein könnte, weiß sie.

Doch das pure Abschneiden steht für die 15-jährige Realschülerin gar nicht im Vordergrund. Sie will die gigantische Bühne nutzen, die acht Millionen Fernsehzuschauer bieten. Sie will für die Karriere mitnehmen, was ihr geboten wird an Feedback und Kontakten.

Sie spürt und genießt die wachsende Popularität. Morgen soll sie in der Jugendzeitschrift "Bravo" erscheinen — passend zur Einschätzung von Dieter Bohlen, sie stünde beispielhaft "für die Bravo-Generation". Sogar als deutsche Version von Miley Cyrus hat sie der Produzent bezeichnet — ein Vergleich, der sich aufs Vermarktungspotenzial bezieht.

Fabienne nimmt solche Analogien nicht zu ernst, auch wenn sie ihr schmeicheln. "Miley hat schließlich eine Menge erreicht", weiß sie. Das will Fabienne auch. Sie nimmt dafür in Kauf, nicht mehr nur "ein Mädchen, sondern ein Produkt zu sein", wie sie offen sagt. Ein Produkt, zu dem sie auf Distanz bleiben will, denn: "Wichtig ist, man selbst zu bleiben."

Das nimmt man ihr ab, genau wie die Feststellung, ihr sehr viel reiferer Auftritt hänge mit der privaten Entwicklung zusammen. "Ich habe meinen Stil verändert, schminke mich mehr, trage andere Kleider." Ihr Stil ist jetzt "Bravo"-tauglich — ganz im Sinne von Dieter Bohlen, dem Fabiennes "Package" schon im Vorjahr gefiel.

Dass Bohlen ihr eine "2-" fürs Singen gab, empfindet sie als Ansporn — zum NGZ-Gespräch kam sie direkt vom Unterricht bei Casting-Trainerin Monika Wagner in Mönchengladbach.

Bei der Music Academy in Neuss erhält sie jede Woche Gesangs- und Gitarrenunterricht. "Wenn's beim Supertalent nicht reicht, arbeite ich eben noch härter weiter", sagt sie. Fabienne lebt keinen Traum. "Sie träumt nicht. Sie verfolgt ein Ziel", sagt ihre Mutter.

(NGZ)