Dormagenerin startete „Schokofahrt“ Mit dem Lastenrad nach Amsterdam

Dormagen · Fünf Tage waren zwei Dormagener unterwegs, um fair gehandelte Schokolade aus Amsterdam nach Dormagen zu transportieren. Welche Botschaft dahinter steckt.

 Susanne Rückheim und Josef Kausen bei ihrer Ankunft am Eine-Welt-Laden.  Foto: Stadt

Susanne Rückheim und Josef Kausen bei ihrer Ankunft am Eine-Welt-Laden. Foto: Stadt

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Bereits zum zweiten Mal radelte die Dormagenerin Susanne Rückheim ehrenamtlich mit einem städtischen Lastenrad über 550 Kilometer nach Amsterdam, um dort fair gehandelte Bio-Schokolade abzuholen. Die Idee dahinter ist die sogenannte Schokofahrt, durch die der fair gehandelte Bio-Kakao, der zuvor emissionsfrei mit einem Segelschiff aus der Dominikanischen Republik nach Europa gebracht worden war, auch auf den letzten Metern umweltfreundlich in die jeweilige Zielstadt transportiert wird.

In diesem Jahr belegte Susanne Rückheim mit dieser Aktion nicht nur den zweiten Platz beim Dormagener Nachhaltigkeitspreis, sondern bekam auch erstmals Verstärkung durch einen zweiten Fahrer aus Dormagen, Josef Kausen, ebenfalls Mitglied im ADFC-Ortsverband. „Die Schokofahrt war auch in diesem Jahr einfach nur toll. Es macht Spaß, mit so vielen Gleichgesinnten für die gute Sache unterwegs zu sein“, so Rückheim.

Die beiden leidenschaftlichen Fahrradfahrer waren insgesamt fünf Tage unterwegs und transportierten 16 Kilogramm Schokolade über mehrere Etappen von Amsterdam über Utrecht, Deurne und Mönchengladbach bis nach Dormagen. Dort wurden sie am im Weltladen an der Kölner Straße in Empfang genommen. Die „Segelschokolade“ ist ab sofort im Weltladen erhältlich.

Die Schokofahrt adressiert zahlreiche Missstände im konventionellen Kakaoanbau wie nicht-existenzsichernde Löhne, Umweltzerstörung und hohe Treibhausgasemissionen. Die Berücksichtigung von Gütesiegeln, wie beispielsweise Fairtrade- oder Bio-Siegeln, kann hier Abhilfe schaffen. Susanne Rückheim und Josef Kausen würden sich jedenfalls über weitere Mitfahrerinnen und -fahrer freuen. Auch werden für das nächste Jahr weitere Abnehmerinnen und Abnehmer, wie beispielsweise Hofläden gesucht. Vor diesem Hintergrund findet am 11. Oktober um 18 Uhr ein Infoabend im Sitzungssaal des Technischen Rathauses an der Mathias-Giesen-Straße 11 statt.

(schum)
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