Umfangreiche Hilfsaktion Dormagener Tierheim fährt in die Ukraine

Dormagen · Nicht nur zahlreiche humanitäre Organisationen machen sich in diesen Tagen auf in Richtung Ukraine, auch Tierschützer aus dem Stadtgebiet eilen zur Hilfe. Das Tierheim Dormagen hat eine umfangreiche Aktion geplant.

 Fiona Lenzen (l.) und Babette Terveer unterstützen die Aktion des Dormagener Tierheims.

Fiona Lenzen (l.) und Babette Terveer unterstützen die Aktion des Dormagener Tierheims.

Foto: Dieter Staniek

(kiba) So unterstützt das Tierheim Dormagen den Tierschutzverein „Notpfote Animal Rescue“ und den Tiernotruf bei einer umfangreichen Hilfsaktion. 

In der kommenden Woche fährt das Tierheim gemeinsam mit der „Notpfote“, Organisator der Aktion, in Richtung Ukraine. Geplant ist die Übergabe von zahlreichen Futtersäcken, sowie die Rettung von bis zu einhundert ukrainischen Hunden. „Wir stehen in Verbindung mit einem Tierheim in der Ukraine, dort wollen wir nun versuchen hinzufahren“, erklärt Babette Terveer, Vorsitzende des Tierheims. „Wir fahren erst in der kommenden Woche, weil es uns wichtig war, alle Genehmigungen korrekt zu beantragen. Wir wollen nicht die Straßen verstopfen, um dann aufgrund fehlender Genehmigungen gar nicht helfen zu dürfen. Daher haben wir ein genaues Ziel und alle Komplikationen beachtet“, so Terveer. Geplant sei nach einer Zwischenübernachtung in Ungarn auf direktem Wege das Tierheim in der Ukraine anzusteuern: „Dort herrscht Krieg. Zahlreiche Tiere wurden ausgesetzt oder Tierheime in Krisengebieten wurden alleine gelassen. Wenn alles gut läuft, dann wollen wir die Hunde aus dem ukrainischen Tierheim zunächst nach Ungarn bringen, damit das Tierheim eine Sammelstelle für Futter, sowie für ausgesetzte Hunde werden kann“, erklärt sie. Zunächst sollen die Hunde in Ungarn in Quarantäne-Plätzen unterkommen. „Erst nach diese Quarantäne dürfen sie nach Deutschland einreisen. Die Kosten übernimmt die Notpfote.“ Bereits jetzt konnte das Tierheim Dormagen mit den Partnern für diese Hilfsaktion rund elf Tonnen Futter sammeln, diese werden in einem Konvoi in das Kriegsland transportiert. „Sollten wir nicht über die Grenze kommen, haben wir auch dafür eine Lösung.“ Auch humanitäre Hilfe soll geleistet werden: „Wir haben auch die Möglichkeit Flüchtlinge mitzunehmen“, so Terveer. Weitere Spenden in Form von Futter- oder Geldspenden werden auch weiterhin dringend benötigt.

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