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Dormagen: Dormagener Musical-Stars von morgen

Dormagen : Dormagener Musical-Stars von morgen

Ein Musical über Freundschaft und Toleranz: "Tuishi pamoja – Eine Freundschaft in der Savanne". Derzeit proben 86 Kinder für die Aufführungen, die am 16. und 17. März in der Aula des BvA-Gymnasiums stattfinden werden.

"Akwaaba" – so sagt man "Herzlich Willkommen" auf Swahili. In einem gemeinsamen Projekt präsentieren die Musikschule, die Regenbogenschule, die Erich-Kästner-Schule und die Theodor-Angerhausen-Schule das Musical "Tuishi pamoja – Eine Freundschaft in der Savanne". Doch bevor sich der Vorhang zum ersten Mal hebt, heißt es kräftig proben.

86 kleine Darsteller laufen ruhig im Kreis, bewegen die Arme rhythmisch zu ihren afrikanischen Gesängen. Was sie proben, ist das Abschlusslied des Musicals "Mpaom". Betreut werden sie von der Theaterpädagogin Konstanze Brühning, die als Regisseurin fungiert, sowie von Musiklehrerin Charlotte Rettig, Lehrerinnen der Schulen und einigen Müttern, die seit mehr als zehn Jahren unterstützend mitarbeiten. Mittendrin: Die beiden Hauptdarstellerinnen Jana Vollbracht und Susanna Gruschka.

Die beiden 13-Jährigen lieben es, zu singen und Theater zu spielen: "Ich mache bereits zum fünften Mal bei einem Musical mit", erzählt Jana. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht aufgeregt ist: "Ich habe auch Lampenfieber. Aber ich finde es einfach großartig, auf der Bühne zu stehen und die Zuschauer zu unterhalten." Etwas anders geht es da Susanna. "Ich stand zwar schon oft auf einer Bühne, aber ich habe noch nie vor so vielen Menschen gesungen", gesteht die Bettina-von-Arnim-Gymnasiastin. "Beim Casting war ich aufgeregt wie nie zuvor in meinem Leben. Eine Woche lang habe ich mein Lied geprobt, damit auch nichts schief geht."

Während Jana sich mit "We are the world" von Michael Jackson und anderen Stars durchsetzen konnte, sang Susanna ein recht unbekanntes deutsches Stück. Zwischendurch geht es in dem kleinen Saal unter dem Dach der Musikschule ganz schön durcheinander. Doch kaum sitzt Charlotte Rettig am Klavier und spielt die ersten Töne, kehrt Ruhe ein. "Kurz vor der Aufführung proben wir zweimal in der Woche. Das sind hauptsächlich Szenen oder Lieder, die noch nicht so gut funktionieren", sagt Rettig. "Aber die Kinder machen das ganz toll. Es ist so schwer, sie heute noch für solche Projekte zu gewinnen, weil sie sehr beschäftigt sind." Umso mehr freue sie sich, dass sie mit Herzblut und Leidenschaft proben. Und auch das Thema des Musicals ist ein ganz Aktuelles: "Tuishi pamoja" kommt aus dem Swahili und bedeutet "Wir wollen zusammen leben". Die Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz spielt in der Savanne. Machen Zebrastreifen wirklich doof? Und stimmt es, dass man mit langhalsigen Giraffen nicht vernünftig reden kann? Wichtige Fragen für das Giraffenkind Raffi, gespielt von Jana, und das kleine Zebra Zea, die von Susanna dargestellt wird. Seit Jahren leben ihre Herden nebeneinander her, ohne dass die beiden jemals miteinander sprechen.

Zum Glück gibt es noch die pfiffigen Erdmännchen (Amelie Wöstmann, Oliver Smitmans und Helen McCloy). "Das Musical", so Charlotte Rettig, "ist allein schon wegen der rhythmischen, afrikanisch-groovigen Musik den Besuch wert." Außerdem seien alle Kinder in das Gesamtkonzept eingebunden. Rettig: "Jedes Kind ist wichtig." In den nächsten Tagen erfahren die Kinder, wie ihre Kostüme aussehen werden. "Darauf freuen wir uns schon", sind sich Jana und Susanna einig.

(NGZ)