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Dormagen: Dormagener Model sammelt Geld für Düsseldorfer Kinderhospiz

Dormagen : Dormagener Model sammelt Geld für Düsseldorfer Kinderhospiz

Jana Eschweiler will im Kinderhospiz "Regenbogen" mithelfen, dass "die Kinder dort eine gute Zeit haben". Mit Spendenaktionen besorgt sie Geld, zum Beispiel für die Renovierung des Spielzimmers.

Draußen zeigt das Thermometer fünf Grad Celsius und drinnen sitzt Jana Eschweiler im kurzärmeligen Strickkleid. "Mir ist nie kalt", sagt die 25-Jährige, während sie in ihrem Milchkaffee rührt. Es muss an der unglaublichen Energie liegen, die in der nur 1,58 Meter großen jungen Frau steckt. Ständig ist sie in Bewegung, zehn Sekunden in einer Position verharren ist nicht ihr Ding, das gelingt ihr nur, wenn sie als Modell arbeitet. Zum Beispiel für Brautmoden. Aber das ist nicht die eigentliche Geschichte, die die Dormagenerin interessant macht. Jana Eschweiler engagiert sich stark für das Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf. Einfach so, ohne besonderen Anlass oder engere Verbindung.

Als sie vor anderthalb Jahren mitbekam, dass ihre Schwester Anja, die in der Unternehmenskommunikation für einen großen Autohersteller arbeitet, ein Fahrzeug an das Kinderhospiz überreichte, entschloss sich die 25-Jährige, dort zu helfen. Einfach so. "Ich habe mit denen gar nicht gesprochen", sagt sie. Statt dessen startete sie ohne großes Aufhebens eine Spendenaktion und sammelte im Familien- und Bekanntenkreis Bücher ein. Die stellte die Unternehmensberaterin in ihrer Firma aus, ebenso in einem Blumengeschäft und in einer Drogerie. Kunden konnten — gegen eine Spende — Bücher mitnehmen. "Am besten lief der Tag der offenen Tür bei mir zu Hause", sagt sie, wo sie 20 Kisten mit Büchern ausgebreitet hatte.

Als Jana Eschweiler, die am Leibniz-Gymnasium ihr Abitur baute und nebenher als Tanzlehrerin im Fitness-Gym arbeitet, sich mit 390 Euro in der Tasche im Kinderhospiz meldete, war das ihr erster Kontakt zu der Einrichtung. "Ich wurde eingeladen und konnte mir das Haus bei einer Führung ansehen." Ein Besuch mit Wirkung. Denn fortan verstärkte die junge Frau ihre Bemühungen. "Helfen ist kein Hexenwerk", sagt sie. "Man verbringt oft seine Zeit mit Sinnlosem. Hierbei habe ich einfach ein schönes Gefühl." In einer zeitaufwendigen Aktion kümmerte sie sich darum, dass das Spielzimmer für die todkranken Kinder renoviert wurde, sammelte dafür per Weihnachtstombola oder Glühweinverkauf 3000 Euro und packte immer wieder selbst mit an. Zurzeit läuft die nächste Aktion: Jana Eschweiler stellt — offiziell vom Kinderhospiz legitimiert — in den Geschäften Spendenhäuschen auf, will vor Ort sein und Kunden die Arbeit im "Regenbogenland" erklären. Bislang erst beim Frisör "Funky Rose" an der Krefelder Straße und im Neusser Rheinparkcenter.

Info Wer sich für die Aktion Spendenhäuschen interessiert, wendet sich per Email an jana.eschweiler@hotmail.de

(NGZ/ac)