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Dormagen: Dormagener Jecken in der TSV-Arena

Dormagen : Dormagener Jecken in der TSV-Arena

Die Veranstaltung "Dormagen feiert Kölsch" brachte Stars des Kölner Karnevals ins TSV-Sportcenter – und etwa 2000 kostümierte Narren, die ein fast sechsstündiges hervorragendes Programm geboten bekamen.

Das Motto "Dormagen feiert Kölsch" brachte nicht nur viele rot-weiße Anhänger der Domstadt und ihres Karnevals ins TSV-Sportcenter, sondern insgesamt rund 2000 gut gelaunte, kostümierte Besucher, die bis weit nach Mitternacht schunkelten, sangen und ausgelassen feierten. Ein hervorragendes Programm sorgte für ausgelassene und gute Stimmung, so traten "Bläck Föös", "De Räuber", Bernd Stelter, "De Boore" und "Klaus & Willi" auf. Dabei blieb es sechs Stunden, inklusive Pause, lang friedlich. "Das ist mir sehr wichtig, dass diese Veranstaltung nicht unter Randale oder Streitigkeiten gelitten hat", sagt Karl Koch, Mitveranstalter und Initiator von "Dormagen feiert Kölsch".

Insgesamt sind die Organisatoren sehr zufrieden mit der Premiere, auch wenn es an einigen Stellen noch nicht optimal lief. "Wir lernen ja dazu", sagt Karl Koch, der für 2015 eine erneute Großveranstaltung in der "lachenden TSV-Arena" ankündigte: "Die ersten Kontakte für in zwei Jahren sind bereits geknüpft." Als Saxophonist im Orchester Helmut Bloedgen kennt Karl Koch die Stars im Kölner Karneval von gemeinsamen Auftritten. Wie viel Geld nun für die Fechtabteilung des TSV Bayer Dormagen übrig geblieben ist, konnte Koch gestern Nachmittag noch nicht sagen: "Ich hoffe aber, dass wir damit die Jugend unterstützen können", meint Karl Koch, dessen Söhne Frederick und Domenik am Wochenende Deutsche Juniorenmeister im Säbelfechten geworden sind: "Ein wunderbares Wochenende", sagt der stolze Vater.

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Zu Beginn des fast sechsstündigen Programms spielte das Tambourcorps Germania Horrem unter anderem das Dreigestirn der KG "Ahl Dormagener Junge", die das Bühnenbild zur Verfügung gestellt hatte, und das Stürzelberger Kinderprinzenpaar auf die Bühne. Den Schluss des kleinen Zugs bildete das Fechtteam in weißen Fechtanzügen mit Star-Wars-Masken, das als Elferrat auf der Bühne für Stimmung sorgte. Moderiert wurde "Dormagen feiert Kölsch" von Karl Koch, der sehr glücklich war, dass das Dormagener Publikum bei den Bands mitsang und feierte, aber auch den Rednern eine Chance gab, dem Bauchredner mit seinem Affen "Klaus & Willi" und Bernd Stelter, der bereits zu vorgerückter Stunde auftrat und mit seinem Bekenntnis "Ich hab die NSA gewählt, das sind die einzigen, die sich wirklich interessieren", dem Hinweis an meckernde Briten ("Wenn Ihr meint, Ihr müsstet aus der EU raus – dann geht doch!") und den wechselnden Herrenbesuch bei "unserer Angela" ("der kleine Knubbel Sigmar Gabriel" statt "Guido Westerwelle mit dem Charme von Sascha Hehn") den Nerv des Publikums traf. "Da bin ich auch stolz auf die Dormagener, dass sie Bernd Stelter so gut zugehört haben und entsprechend leise waren", sagte Koch, der mit der Bürgergarde Blau-Gold und dem Tanzkorps Luftflotte auch zwei bekannte Tanzgarden verpflichten konnte.

Von den "Altreuchern", die den Eisbrecher machten, über "De Boore" mit dem Lied "Rut sin de Ruse" und den früheren Paveier-Frontman Micky Brühl mit seiner neuen Band bis zu den "Bläck Föös", die eine Stunde lang von "Mir sin die Weltmeister vum Rhing" bis "Du bess die Stadt" spielten, reichten die Musik-Highlights. Und da wollten zum guten Schluss "De Räuber" nicht nachstehen: Statt der vereinbarten 25 Minuten spielten sie doppelt so lang vor den begeisterten Jecken, auch ihren Hit "Wunderbar".

(NGZ)