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Dormagener Fotograf Heinz Zaunbrecher im Handball-WM-Fieber

Hauptrunde in Köln : Ein Dormagener im Handball-WM-Fieber

Fotograf und Handball-Fan Heinz J. Zaunbrecher traf bei den Hauptrundenspielen in Köln auf mehrere Weltmeister.

Für einen Handball-Fan gibt es nichts Größeres: „Eine WM im eigenen Land mitzuerleben, ist genial“, beschreibt der Dormagener Heinz J. Zaunbrecher seine Empfindungen. Erst recht, wenn die deutsche Handball-Nationalmannschaft so begeisternd spielt, dass sie die Zuschauer von den Sitzen reißt – und wenn man, wie Zaunbrecher, einige Partien ganz nah am Spielfeldrand miterleben darf. Als von der „International Handball Federation“ (IHF) akkreditierter Fotograf hat der 63 Jahre alte Nievenheimer alle Hauptrundenspiele, darunter drei der deutschen Handballer, in der Lanxess-Arena in Köln auf Bildern festgehalten.

Den Dormagener Handball-Fans ist Heinz J. Zaunbrecher wohl bekannt, begleitet er doch seit 2007, nach der vorigen Handball-WM in Deutschland, die Spiele der Handballer des TSV Bayer Dormagen mit der Kamera. Wer ihn dabei beobachtet, wie er hinter der Linie neben den Toren seine Fotos macht, hat schon oft erlebt, wie er nach besonders gelungenen Spielzügen mitjubelt – nachdem er den Torwurf fotografiert hat. „Dass ich Handball-Fan bin, merkt man natürlich gleich“, gibt er lachend zu. Daher freute er sich, am Rande der WM in Köln bei der „Opening Party“ auf mehrere ehemalige Handball-Weltmeister zu treffen und sich mit ihnen fotografieren zu lassen: Christian Schwarzer und Henning Fritz aus dem Jahr 2007 und Kurt Klühspies und Horst Spengler von 1978. Auch seine Frau Anne begleitet ihn oft zu den Dormagener „Wieseln“ und drückt dem TSV im Sportcenter die Daumen, die spannenden WM-Spiele verfolgt sie im Fernsehen.

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Die drei deutschen Spiele in der tollen Atmosphäre fotografisch mitzuerleben, nennt Heinz J. Zaunbrecher „das absolute Highlight“. Internationalen Spitzen-Handball fotografiert Zaunbrecher seit neun Jahren für die „European Handball Federation“ (EHF) bei den „Final Four“-Spielen der Europa-Champions-League in der Lanxess-Arena in Köln – jetzt im Mai zum zehnten Mal. Dort herrscht auch jedes Mal eine fantastische Stimmung in der großen Halle: „Das sind tolle Momente“, sagt der Nievenheimer, der als Elektrotechniker arbeitet – und irgendwann als Jugendlicher im Kreis Heinsberg „einfach so“ mit dem Fotografieren begonnen hatte, wobei er vor allem Fußballspiele auf Film bannte und in seinem Schwarz-Weiß-Labor zu Hause entwickelte. Nach seinem Umzug 1993 nach Dormagen wurde er schnell zum Handball-Fan. Auf seinen Fotos tauchen aber nicht nur Menschen auf, sondern auch Tiere und Landschaften, gern auf dem afrikanischen Kontinent aufgenommen. Über familiäre Kontakte nach Kapstadt nutzen Heinz und Anne Zaunbrecher Aufenthalte in Afrika auch für Foto-Safaris. Vor einem Jahr begeisterte er mit seiner Foto-Ausstellung „Augenblicke“ in der Glasgalerie des Kulturhauses in Dormagen. Beim nächsten TSV-Heimspiel am 9. Februar ist er wieder an der Linie.