Dormagener BvA-Gymnasium beendet europaweites Projekt

Europaweites Projekt : BvA-Schüler begeistern sich für Europa

Mit dem zwei Jahre andauernden Projekt „TogEUther“ haben sich Schüler der Erasmus-AG des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums in Kooperation mit anderen europäischen Schulen dem europäischen Gedanken und kulturellen Austausch gewidmet.

„Durch das Projekt habe ich viele neue Kulturen kennengelernt und konnte auch meine eigene Kultur den Anderen näher bringen“, reflektiert Rinat Khiyarov, der die 8. Klasse des Bettina-von-Arnim Gymnasiums in Dormagen besucht. Mit rund 20 weiteren Mitschülern war er Teil des zwei Jahre andauernden Projektes „TogEUther“, das diesen August zu Ende ging. Damit ist das BvA die erste Dormagener Schule, die ein Projekt dieser Art erfolgreich abgeschlossen hat.

Mindestens einmal pro Woche fanden sich die Schüler der Erasmus-AG zusammen und setzten sich im Rahmen verschiedener Einzelprojekte mit der europäischen Identität und kulturellen Vielfalt auseinander. Das Besondere daran: Das Projekt fand in Kooperation mit insgesamt drei Partnerschulen in Frankreich, Spanien und Italien statt. Da die Projektidee vom BvA initiiert wurde, übernahm die Dormagener Schule alle anfallenden koordinierenden Aufgaben.

„Wir sind eine Schule der kulturellen Vielfalt und wollten den Austausch gerne auch auf europäischem Niveau fördern“, erklärt die Englisch- und Spanischlehrerin Lena Licht, die das Projekt „TogEUther“ ins Leben gerufen hat. Sie selbst stammt aus Weißrussland und weiß um die Bedeutung und Chancen, die mit kulturellen Begegnungen verbunden sind. Daher bemüht sie sich, dieses Bewusstsein an ihre Schüler weiter zu vermitteln.

Inhaltlich beschäftigten sich die Schüler der Erasmus-AG unter anderem mit traditionellen Liedern, aber auch mit der Zubereitung landestypischer Gerichte sowie der Produktion von Kurzgeschichten und -filmen. Dabei behandelten die Schüler aller vier teilnehmenden Länder durchgehend dasselbe Thema und tauschten sich regelmäßig aus. „Als es darum ging, eine Kurzgeschichte zu verfassen, haben wir den Anfang geschrieben und die anderen Schulen führten die Geschichte dann nacheinander fort“, erklärt die Achtklässlerin Leni Benz. Genutzt wurde dabei die Online-Plattform „eTwinning“, die von Lehrern und Schülern aus ganz Europa für unterschiedliche Projekte verwendet wird. In einem weiteren Einzelprojekt stellten die Schüler der einzelnen Projektschulen traditionelle Lieder aus ihren Heimatländern vor. „Wir haben dafür einzelne Strophen des Volksliedes ‚Die Gedanken sind frei‘ in verschiedenen Sprachen aufgenommen“, berichtet Licht.

Einzelne Schüler der AG nahmen außerdem erfolgreich am 66. Europäischen Wettbewerb teil, der in diesem Jahr unter dem Motto „YOUrope – Es geht um dich!“ stattfand und den Schülern ermöglicht, sich für die EU einzusetzen. Die Schülerinnen Celina May (Q2) und Leni Benz waren auf Landesebene erfolgreich, während sich Rinat Khiyarov mit seiner selbst verfassten Geschichte über seine Migration aus Kasachstan nach Deutschland vor drei Jahren auf Bundesebene bewies.

Daneben hatten die Schüler die Möglichkeit, sich im Laufe der zwei Projektjahre für jeweils eine Woche in jedem der vier Partnerländer persönlich zu begegnen. Um das Projekt abzurunden, unternahm die Erasmus AG des BvA schließlich noch einen Kurztrip nach Brüssel, wo sie das Haus der europäischen Geschichte und das Europaparlament besichtigte. Da das Europa-Projekt bei den Schüler so gut ankam, steht für das neue Schuljahr bereits ein ähnliches Projekt an, dieses Mal mit den Partnerschulen Finnland, Frankreich und Spanien.

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