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Dormagen: Zentrumspartei fordert Rückkehr der Steinkohle​

Politiker aus Dormagen : Zentrumspartei fordert Rückkehr der Steinkohle

Mit einer klaren Forderung meldet sich die deutsche Zentrumspartei zu Wort. Deren Vorsitzender kommt aus Kaarst, der Geschäftsführer aus Dormagen.

Sie fordert die „Reaktivierung des heimischen Steinkohleabbaus nach niederländischem Vorbild“, sagen der in Kaarst beheimatete Bundesvorsitzende Christian Otte und Bundesgeschäftsführer Michael Kirbach (Dormagen). Die Ampel-Koalition habe beschlossen, auf Kohlekraftwerke aus der Netzreserve zu setzen, um Einsparungen bei der Gasverstromung umzusetzen. „Was auf den ersten Blick als eine vernünftige Brückenlösung erscheint, zeigt auf den zweiten Blick, dass die Bundesregierung die Energieversorgung Deutschlands wieder einmal in die Hände ausländischer Produzenten gegeben hat.“

Mit der Stilllegung der letzten Steinkohlezeche Prosper-Haniel in Bottrop Ende 2018 habe die damalige Regierung Deutschland seiner heimischer Steinkohleförderung beraubt und die Abhängigkeit von Lieferungen aus Nicht-EU-Staaten forciert. USA, Kanada, Russland, Australien sowie Kolumbien stellten das Hauptkontingent des zu verstromenden Steinkohlebedarfs dar. Jetzt gelte es, eine „nationale Autarkie wieder herzustellen“.

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Das Zentrum richtet den Blick in die Niederlande: „Unsere westlichen Nachbarn halten eine Steinkohlemine nordöstlich des Aachener Reviers als staatliche Reservemine vor. Bei verändertem Energiebedarf ist eine Inbetriebnahme möglich. Wir regen an, eine Expertenkommission aus Bergleuten, Politik und Wirtschaft einzusetzen, die für Deutschland ein Konzept erarbeiten sollen, um den Rückbau von Bestandsanlagen zu überprüfen und im Notfall eine zukunftsfähige Reaktivierung des Steinkohleabbaus zu gewährleisten.“

(schum)