Dormagen: Dormagen will sich für Insekten einsetzen

Dormagen: Dormagen will sich für Insekten einsetzen

Im Umweltausschuss wurde die Stadt beauftragt, die Anlage weiterer Wildblumenwiesen zu prüfen.

Für Sonja Kockartz-Müller (SPD) ist die Anlage von weiteren Insektenwiesen mit Wildblumen im Stadtgebiet ein sehr gutes Projekt. "Damit könnten wir ökologischen Ausgleich auch über Insekten, nur durch Bäume herstellen - und damit als Stadt mit gutem Beispiel vorangehen", sagte sie. Auf Antrag der SPD-Fraktion beschloss der Planungs- und Umweltausschuss einstimmig, dass die Verwaltung eingehend prüft, welche Flächen sich zur Anlage weiterer Wildblumenflächen eignen. Auch eine mögliche öffentliche Förderung wird betrachtet.

Die Ergebnisse des von der SPD beantragten Gesamtkonzepts "Dormagen tut was für die Insekten" sollen in einer der kommenden Sitzungen vorgelegt werden. Die Verwaltung bewertete den Vorstoß als positiv. Deutschlandweit sei in den vergangenen 25 Jahren ein Rückgang der Biomasse an Insekten von 75 Prozent zu verzeichnen, davon sei NRW besonders betroffen. Bereits jetzt sei die Stadt Dormagen aktiv, um diesem Trend entgegenzuwirken. So engagiert sich die Stadt Dormagen seit 2000 für den Erhalt und die Schaffung von neuen Flächen mit artenreichem Grünland über das Ökokonto der Stadt.

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Artenreiches Grünland existiert auf mehreren Ökokontoflächen am Wahler Berg sowie einer Fläche im Straberger Broich. Bei der Neuanlage solcher Flächen wird häufig durch eine Mahdgutübertragung einheimisches Saatgut aus den Rheinauen eingebracht. Am Wahler Berg ist zudem auf einer Teilfläche von 0,85 Hektar eine extensive Ackernutzung etabliert worden, die wiederum eine eigene Ackerflora nach sich zieht. In Dormagen existieren auf Flächen im Bereich Delhoven und Hackenbroich sowie auf einer Fläche in Rheinfeld Ackerrandstreifen, auf denen durch extensive Bewirtschaftung traditionelle Ackerflora erhalten wird. Das wird übers Kreiskulturlandschaftsprogramm öffentlich gefördert.

In den Bereichen "Südöstlich der Lindenstraße" in Stürzelberg und Märchenallee in Zons haben die Technischen Betriebe Dormagen bereits Wildblumenwiesen angelegt. Ebenfalls war dies vor dem Technischen Rathaus der Fall. Dort hat sich aber gezeigt, dass nicht alle Standorte für derartige Wiesen in Frage kommen. Diese Wiese hat sich nur spärlich entwickelt, da der Boden ungeeignet ist. Von daher wird die Verwaltung diese Prüfung, die einen längeren Zeitraum benötigt, als nächsten Arbeitsschritt angehen und die Ergebnisse dann dem Umweltausschuss vorlegen.

(NGZ)