Dormagen will mehr für den Leistungssport tun

Sportstadt Dormagen : Ein Pakt für den Leistungssport

Die Neuausrichtung der Sportlerehrung war der erste Schritt. Jetzt sollen weitere folgen, damit Leistungssportler in Dormagen künftig noch besser gefördert werden können und mehr Wertschätzung spüren.

Deshalb hat der Sportservice der Stadt in Zusammenarbeit mit den Bundesstützpunkten Fechten und Ringen einen Pakt für den Leistungssport initiiert. „Dormagen ist Sportstadt, das kommt gerade in der Verbundenheit und guten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Sportvereinen zum Ausdruck“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Und wir wollen besser werden. Deshalb müssen wir uns ständig weiterentwickeln, für noch bessere Bedingungen und eine noch attraktivere Förderkulisse sorgen. Dazu ist auch der Dialog mit externen Fachleuten wichtig.“

Um diesen Dialog in Gang zu bringen, konnte Sportservice-Leiter Swen Möser mit Professor Swen Körner von der Deutschen Sporthochschule Köln und Annika Reese vom Olympiastützpunkt Rheinland zwei wertvolle Referenten für den ersten Tag des Leistungssports in der Kulturhalle gewinnen. Die beiden Sportfachleute lieferten wichtigen Input. Der ehemalige Dormagener Leistungssportler Körner verdeutlichte die Zusammenhänge zwischen Leistungssport und gesellschaftlichem Umfeld. Körner stellte dabei anschaulich die Motivationsarten der Leistungssportler heraus und zeigte Ansatzpunkte für die Stadt auf, um die Motivation der Sportler zu steigern.

Reese stellte als Fachfrau für Laufbahnberatung und duale Karriereplanung die Vorteile von Leistungssportlern im Beruf heraus und verdeutlichte die geänderten Rahmenbedingungen bei der Sportförderung von Bundesstützpunkten aus Sicht des Olympiastützpunktes. Diese Veränderungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Bundesstützpunkte in Dormagen machten auch die beiden Mitorganisatoren Heinz Schmitz (Stützpunktleiter Ringen) und Olaf Kawald (Fechten) in ihrem Vortrag deutlich. Sie zeigten auf, dass diese Veränderung erhebliche Auswirkungen auf die Sportlandschaft in Dormagen haben kann.

Auch Lierenfeld lobte das neue Gesprächsformat: „Das war ein guter und konstruktiver Austausch. Wir möchten, dass daraus demnächst konkrete Schritte folgen. Deshalb werden wir dem Sportausschuss Ideen vorschlagen, was wir in Zukunft noch unternehmen können, um den Leistungssport in Dormagen zu fördern. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir unsere Förderrichtlinien überarbeiten. Aber auch, dass wir Leistungssportlern künftig möglichst vielfältige berufliche Erfahrungen bei der Stadt ermöglichen wollen.“