Dormagen: Weihnachtsmarkt wird zum "Naschmarkt"

Ab 2020 in Dormagen : Weihnachtsmarkt wird zum "Naschmarkt"

Der neue Betreiber des Weihnachtsmarktes ab 2020 erläutert sein Konzept. Nicht nur der Name soll sich ändern. Es soll etwa auch Eisstockschießen geben.

Es muss ein komisches Gefühl für Silke Fasse gewesen sein. Die Betreiberin des Weihnachtsmarktes, die dieses im Winter ein letztes Mal tun kann, musste bei der Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft City-Offensive Dormagen (CiDo) erleben, wie ihr Nachfolger den Mitgliedern ein erstes Grobkonzept für die Zeit ab 2020 präsentierte. Die RTR-Event GbR war im Bewerbungsverfahren für den Veranstaltungszeitraum von fünf Jahren der Werbepraxis Von der Gathen unterlegen.

Dessen Chef, Wilhelm von der Gathen, hatte kein fertiges Papier mitgebracht, gab gleichwohl interessante Einblicke in das, was er in der Weihnachtssaison des kommenden Jahres vorhat. Aufhorchen ließ der Titel des künftigen Weihnachtsmarktes, der zwar noch ein Arbeitstitel sei, so sagte er, der es aber wohl werden wird: So wird von der Gathen über die gut vier Wochen vor dem Historischen Rathaus einen „Naschmarkt“ präsentieren. „Wir brauchen ein besonderes Highlight, um Besucher anzulocken“, sagt er. So sollen Hersteller von Printen gewonnen werden, ebenso Bonbon-Macher und andere. „Es wird kein reiner Weihnachtsmarkt.“ Es werde eine Bahn für Eisststockschießen geben (das Unternehmen wirbt mit der „größten mobilen Eisbahn Europas“) und „Erlebnis-Gastronomie“.

Der in Düren mit seiner „Fachagentur für Veranstaltungen, Events und Werbekonzeptionen“ ansässige Von der Gathen betonte auf Nachfrage, die lokalen Einzelhändler einbeziehen zu wollen. Ebenso seien die bisherigen Budenbetreiber, wenn sie aus Dormagen kommen, erste Ansprechpartner. „Sie können sich natürlich alle bewerben und haben Vorrang. Die gemeinnützigen Anbieter bekommen die Hütten kostenlos.“ Auch die nur zeitweise Anmietung von Hütten sei möglich. Er betonte aber auch, dass sich alle der Gesamtkonzeption inhaltlich unterwerfen müssen. „Ziel ist eine einheitliche Außendarstellung aller Geschäfte, um zu zeigen: Wir gehören dazu.“ Der Dürener wies auf seine jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich hin, er kümmere sich gerade in Köln um die Weihnachtsmärkte oder Stadtteilfeste. Seit 40 Jahren sei er bundesweit tätig.

Der CiDo-Vorsitzende Guido Schenk betonte, dass das von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) geführte Ausschreibungsverfahren „absolut transparent“ und nachvollziehbar gewesen sei. Es haben sich zwei Veranstalter beworben, eben RtR und Von der Gathen.

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