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Dormagen: Wasserbus-Projekt weckt Zweifel in Monheim

Verkehr in Dormagen : Wasserbus-Projekt ruft auch Zweifel hervor

Peto, die Mehrheitsfraktion in Dormagens Nachbarstadt Monheim, hat sich gegen die Verwirklichung der Idee ausgesprochen. Sie hält Wasserbusse für zu langsam.

Die Arbeitsgruppe verschiedener Städte rings um Düsseldorf, die sich mit einer möglichen Einführung von Wasserbussen auf dem Rhein zwischen Dormagen und Duisburg beschäftigt und der auch Dormagen angehört, könnte vielleicht demnächst um ein Mitglied schrumpfen. In der Nachbarstadt Monheim auf der anderen Rheinseite hat jedenfalls die Mehrheitsfraktion Peto große Zweifel an dem Projekt, und auch aus dem Monheimer Rathaus kommt Ablehnung. Peto und Stadtverwaltung glauben, dass ein Wasserbus schlicht zu langsam sein würde, um eine ernsthafte Alternative vor allem für Berufspendler zu sein.

Zu diesem Schluss kommen sie aufgrund einer Machbarkeitsstudie aus Köln. Sie habe aufgezeigt, dass lediglich rheinquerende Kurzstrecken per Schiff sinnvoll seien. Bei Wegstrecken entlang des Rheins sei der Wasserbus im Vergleich mit dem Pkw keine sinnvolle Alternative, weil er zu langsam sei, sagt die Stadt. So benötige ein Auto von Leverkusen-Wiesdorf bis Monheim (13 Kilometer) 15 Minuten, Bus und Bahn eine Stunde. Ein Wasserbus müsste, um mithalten zu können, 40 bis 50 km/h schnell fahren und dürfte zwischendurch nicht halten, hieß es.

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Risiken sieht man zwar auch in Dormagen, aber die Stadt hatte Mitte August im Gespräch mit unserer Redaktion dennoch ihr Interesse an einem Wasserbussystem bestätigt. „Da bringen wir uns gerne ein. Zumal es ein solches Angebot bei uns im Öffentlichen Personennahverkehr bislang nicht gibt“, hatte Stadtsprecher Nils Heinichen gesagt. Zu zahlreichen offenen Fragen gehören die nach der Wirtschaftlichkeit und die, wie ein Wasserbus mit dem ÖPNV in Dormagen verknüpft werden könnte.

(ssc/elm)