Dormagen: Umweltaktivisten für Seifenlauge auf A57 verantwortlich?

Straßenverkehr in Dormagen : Umweltaktivisten für Seifenlauge auf A57 verantwortlich?

Mit einer skurrilen Annahme beschäftigt der Freie Demokratische Bund (FDB) den Landesbetrieb Straßen-NRW.

Am 16. Oktober hatte offenbar ein Tanklastzug auf der A57 zwischen dem Autobahndreieck Neuss-Süd und dem Kreuz Köln-Nord Seifenlaufe verloren. Die Folge: Sperrung der Autobahn, weil diese mit Spezialfahrzeugen gereinigt werden musste. War es eine Tat von „Umweltaktivisten“, die dabei „schwere Kollisionen mit unübersehbaren Folgen in Kauf nahmen?“ Der FDB will über den Umweg des Landrates vom Landesbetrieb wissen, ob das ausgeschlossen werden könne?

Fakt ist, das bestätigte ein Sprecher der Polizei in Düsseldorf, dass bis heute der Verursacher nicht ermittelt werden konnte. „Wir suchen noch“, heißt es. Die Vermutung der Dormagener FDB-Politiker wird dort für äußerst unwahrscheinlich gehalten. Nicht zuletzt, weil solche Aktivisten mit diesen oder ähnlichen Aktionen die Öffentlichkeit suchen würden.

In diesem Zusammenhang geht es dem FDB auch um die Kosten: „Wie hoch belaufen sie sich, bedingt durch Sperrung und vor allem durch die Komplettreinigung, an der laut der Partei fünf Fachfirmen beteiligt gewesen sind? „Es war die Rede von einer niedrigen sechsstelligen Summe“, sagt Markus Roßdeutscher, Vorsitzender der Kreistagsgruppe, der die neuesten Zahlen wissen möchte.

Das ist aber nicht das einzige Thema in Richtung des Landesbetriebs. Dem FDB geht es auch um die Entwicklung im umgebauten neuen Kreuzungsbereich L 280/L 380. Wie ist das aktuelle Verkehrsaufkommen und „wo befinden sich die Kameras, die das Verkehrsaufkommen für Autos und Radfahrer erfassen und steuern?“ Ebenso interessiert die Entwicklung der Unfallzahlen, denn die Kreuzung war vor dem Umbau die unfallträchtigste im Rhein-Kreis Neuss.

(schum)