Ukrainerinnen in Dormagen Nach einwöchiger Flucht in Sicherheit

Dormagen · Fährmann Ravil Fajzulin nahm seine Schwägerin und Nichte auf, die aus der Ukraine geflohen sind. Vom Moment des Erwachens am Morgen bis zur Nacht sind ihre Gedanken bei den Freunden in der Heimat.

Wolfgang Jansen, Fährmann Ravil Fajzulin, Oksana und Anna Fajzulin mit Hund Lala (v.l.n.r.). Auch die Hunde sind mitgenommen vom Kriegsgeschehen, wie die beiden Frauen berichten.

Wolfgang Jansen, Fährmann Ravil Fajzulin, Oksana und Anna Fajzulin mit Hund Lala (v.l.n.r.). Auch die Hunde sind mitgenommen vom Kriegsgeschehen, wie die beiden Frauen berichten.

Foto: Wolfgang Walter

Seit fast 26 Jahren ist Ravil Fajzulin Fährmann auf der Rheinfähre zwischen Zons und Urdenbach. Mit seiner Frau wohnt er in Rheinfeld, der erwachsene Sohn ist schon aus dem Haus. Sein Herz Schlägt auch noch für sein Heimatland, die Ukraine. „Es ist furchtbar“, sagt er über den Krieg. „Wir haben noch viele Freunde dort und sind die ganze Zeit in Kontakt.“ Seit einigen Tagen leben seine Schwägerin und seine Nichte bei ihm. Ihnen gelang die Flucht aus dem Kriegsgebiet mit einem Auto. „Physisch sind wir in Sicherheit“, sagt Nichte Anna Fajzulin. „Unser Herz ist aber zu Hause, bei unseren Freunden.“

 Die Fähre zwischen Zons und Urdenbach ist seit vielen Jahren der Arbeitsplatz von Ravil Fajzulin. Dort weht die ukrainische Flagge

Die Fähre zwischen Zons und Urdenbach ist seit vielen Jahren der Arbeitsplatz von Ravil Fajzulin. Dort weht die ukrainische Flagge

Foto: Wolfgang Walter