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Dormagen: Übergangsweise Stahlcontainer gegen Raumnot an Schulen

Verspätete Lieferung von Holzmodulen : Stahlcontainer sollen übergangsweise gegen Raumnot an Dormagener Schulen helfen

Anfang Mai hatte die Stadt bekannt gegeben, dass die bestellten Raummodule aus Holz nicht rechtzeitig im Sommer geliefert werden können. Am Dienstag (18. Mai) gab es deswegen nun eine Sondersitzung. Wie es an den betroffenen Schulen weitergehen soll.

In einer Sondersitzung zur Lösung des Raumcontainer-Problems an fünf Dormagener Grundschulen und einer Kita haben die Fraktionen einstimmig einen neuen Vorschlag für die Verwaltung beschlossen. Die Stadt hatte vor etwa zwei Wochen bekannt gegeben, dass die Anfang des Jahres bestellten Container aus Holz nicht rechtzeitig im Sommer geliefert werden können. Grund dafür sei die momentane Knappheit an Baustoffen. In der Sitzung am Dienstag sollte nun geklärt werden, wie nun mit Blick auf die ohnehin schon herrschende Raumnot an vielen Schulen vorgegangen werden kann.

Der Beschluss: An der Theodor-Angerhausen-Schule, der Erich-Kästner-Schule und der Kita Farbenplanet soll die Verwaltung weiterhin mit den Holzcontainern planen – trotz der verspäteten Lieferdaten, die zwischen Ende September und Anfang November diesen Jahres schwanken. Für die Friedensschule Nievenheim und die Tannenbusch-Schule Straberg, die mit noch späteren Lieferzeiten bis hin zum Sommer 2022 hätten rechnen müssen, wurden die Eigenbetriebe beauftragt, für einen Übergangszeitraum von maximal drei Jahren Stahlcontainer zu mieten, die laut Beschluss anschließenddurch eine dauerhafte und nachhaltigere Lösung ersetzt werden.

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In Bezug auf die Tannenbusch-Schule in Delhoven, bei der für die eigentlich geplanten Holzmodule noch überhaupt kein Lieferdatum festgestanden hatte, sei derzeit noch ein laufendes Vergabeverfahren abzuwarten. Für den Fall, dass kein „wertbares wirtschaftliches Angebot“ eingehe, werde die Verwaltung beauftragt, „die Baustellengründung so herzurichten“, dass sowohl Stahlcontainer als auch Holzmodule errichtet werden können. Für die Übergangszeit soll die Verwaltung dann auch hier leihweise Stahlcontainer beschaffen. „Unter den Rahmenbedingungen, die wir im Moment haben, ist es aktuell das Beste, was wir machen können“, sagt Carsten Müller von der SPD. Carola Westerheide von der CDU sagt: „Wir sind gewillt, jetzt nach vorne zu schauen, aber wir hätten uns gewünscht, dass man erst mit einer Lösung kommt, bevor man ein solches Problem publik macht.“

(mcv)