Dormagen: TuS Germania Hackenbroich kann Bauprojekt starten

Fördermittel für Dormagen : TuS Hackenbroich kann Bauprojekt starten

Dank bewilligter Fördermittel vom Land kann der Verein das geplante Multifunktionsgebäude errichten. Neben Hackenbroich profitiert Horrem mit mehreren Projekten von den insgesamt 1,2 Millionen Euro.

Insgesamt 1,218 Millionen Euro hat das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung aus der Städtebauförderung und dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ für die Stadt Dormagen genehmigt. Das Geld soll in Projekte in Horrem und Hackenbroich fließen.

Diese Nachricht hat in Hackenbroich große Freude ausgelöst, weil die Verantwortlichen beim TuS Germania einiges vorhaben. Sie wollen  ihren Weg weg vom „normalen“ Sportklub weiter fortsetzen, ihre Angebotspalette erweitern, sich für Kinder und Jugendliche auch außerhalb des Fußballfeldes stark machen und den Integrationsgedanken mit Leben und Projekten fördern. So werden die rund 360.000 Euro Fördermittel die entscheidende finanzielle Basis für die Errichtung eines Multifunktionsgebäudes sein. 40.000 Euro wird die Stadt investieren, der Verein selbst wendet 14.000 Euro für die Ausstattung auf. Geld, das über ein Crowdfunding-Projekt eingesammelt worden ist. Vorsitzender André Heryschek spricht von einer „Begegnungsstätte“, die passgenau zwischen dem Kinder- und Jugendtreff und dem Vereinsheim auf dem Areal gebaut werden soll.

Dabei geht es um Gesundheits- und Sportangebote für alle Generationen sowie die Erweiterung der Sprach- und Integrationsförderung. Das neue Multifunktionsgebäude soll eine Vielzahl an Angeboten unter einem Dach vereinen: Etwa wird eine Integration von Flüchtlingen, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligten mit speziellen Sportangeboten, Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung angestrebt. Auch der Seniorensport und die Seniorentherapie sollen erweitert werden. Das Multifunktionsgebäude bietet zudem (multifunktionale) Räume für nachhaltiges, ehrenamtliches Engagement sowie die Zusammenarbeit mit den lokalen Vereinen und Institutionen. Wann es in Hackenbroich losgehen wird, ist noch unklar.  Im Rathaus erfolgt jetzt die interne Abstimmung, wer dem Verein als Ansprechpartner für das Projekt zur Verfügung steht.

Heryschek: „Mit diesem Baustein können wir unsere Angebote im Kinder- und Jugendbereich ausbauen und uns noch stärker im Bereich der Sportangebote für Frauen und Senioren engagieren.“

In Horrem sollen Projekte der „Sozialen Stadt“ mit insgesamt 858.000 Euro gefördert werden. Neben der Neugestaltung des Wohnumfeldes Bürgerpark geht es auch um den Wettbewerb Neue Mitte Horrem – Knechtstedener Straße und den Verfügungsfonds für bewohnergetragene Projekte. Der neu geplante Bürgerpark soll künftig zu mehreren Seiten geöffnet werden. Durch die Neugestaltung von Spiel- und Freizeitflächen sowie besserer Beleuchtung soll der Park für alle Altersgruppen attraktiver gemacht werden.

Ebenfalls neu gestaltet werden soll der Bereich an der Knechtstedener Straße. Außerdem werden bereits seit 2014 kleinere Projekte von Vereinen und Initiativen mit insgesamt 10.000 Euro jährlich aus dem Verfügungsfonds realisiert. Dadurch wurden vielfältige Angebote im Sport-, Kultur- und Sozialbereich für Kinder und Jugendliche gefördert. Der Verfügungsfonds wurde nun bis 2021 verlängert.

„Mit dem Fördergeldern können wir weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtteils angehen“, sagt Kerstin Belitz, Leiterin der Stabsstelle Soziale Stadt. „Zusammen mit der Baugenossenschaft Dormagen werden wir die Grünfläche am alten Friedhof zu einem Bürgerpark neu gestalten und die umliegenden Privatflächen aufwerten. Auch die Neugestaltung der Knechtstedener Straße können wir nun in Angriff nehmen. Die Vorschläge von drei Planungsbüros werden wir noch in diesem Jahr mit den Bürgern diskutieren.“