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Dormagen: Streetwork in Hackenbroich startet noch in diesem Sommer

Angebot der Diakonie : Streetwork in Hackenbroich soll noch in diesem Sommer starten

Nachdem das Jugendzentrums des Evangelischen Sozialwerks im vergangenen Jahr schließen musste, sollen in dem Stadtteil nun Streetworker eingesetzt werden. In Horrem gibt es ein ähnliches Angebot bereits.

In Hackenbroich soll es in Zukunft ein Streetworkangebot des Diakonischen Werks geben. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses haben die Verwaltung beauftragt, ein solches Angebot für den Stadtteil vorzubereiten. Hintergrund ist die Schließung des Jugendzentrums des Evangelischen Sozialwerks, das zum Ende des vergangenen Jahres seine Arbeit in Hackenbroich aufgegeben hat. Die SPD-Fraktion hatte die Verwaltung in einem Antrag im Dezember aufgefordert, die freiwerdende Mittel der Jugendhilfesozialplanung für die Entwicklung eines Streetwork-Konzepts in Zusammenarbeit mit einem Träger der Jugendarbeit zu nutzen. Dieser Antrag wurde in den Jugendhilfeausschuss verwiesen, der nun über ein vorgelegtes Konzept des Diakonischen Werks entschieden hat. Dieses bietet im Stadtteil Horrem bereits seit 2019 ein Streetwork-Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 27 Jahren an.

„Das Konzept der Diakonie und die Vernetzung der Streetworker im Stadtgebiet und darüber hinaus hat uns überzeugt, den richtigen Partner gefunden zu haben“, sagt Laurenz Tiegelkamp, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. „Sobald die organisatorischen Maßnahmen, wie zum Beispiel die erfolgreiche Suche nach geeigneten Mitarbeitenden und Räumlichkeiten abgeschlossen sind, kann das Angebot starten.“ Tiegelkamp rechnet damit, dass die Streetworker bereits in diesem Sommer an den Treffpunkten der Hackenbroicher Jugendlichen zu finden sein werden, um spezifische Hilfsangebote insbesondere für junge Menschen in Notlagen anzubieten.

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„Bei dem direkten Kontakt der Sozialarbeitenden mit den betroffenen Menschen, der ja in deren Lebenswelt ansetzt, kann die Unterstützung viel direkter und konkreter erfolgen. Auf dieses Weise werden auch Berührungsängste mit den unterstützenden Institutionen ausgeräumt“, sagt SPD-Fraktionschef Michael Dries. „Damit sind wir einen Schritt weiter in Richtung Förderung von Chancengleichheit und -gerechtigkeit in einem Stadtteil, für den der Dormagener Sozialbericht einen deutlichen Unterstützungsbedarf ausgemacht hat.“

(NGZ)