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Dormagen: Straberg gewinnt Kreiswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft

Sieger beim Kreiswettbewerb : Straberg gewinnt „Unser Dorf hat Zukunft“

Auf Kreisebene belegt das Walddorf den ersten Platz. In zwei Monaten folgt der Landeswettbewerb. Die Entscheidung ist knapp ausgefallen.

Nachdem sich Straberg beim letzten Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2017 einen ersten Platz mit Hülchrath teilen musste, ist die Freude nun bei den Koordinatoren für das Projekt riesengroß, denn: Straberg ist alleiniger Kreissieger im diesjährigen Wettbewerb. „Wir sind schon stolz und freuen uns sehr“, sagt Manfred Steiner, Vorsitzender des Fördervereins Jugend- und Sozialarbeit in Straberg.

Als Sieger bekommt die Dorfgemeinschaft ein Preisgeld in Höhe von 1600 Euro. Die Entscheidung sei knapp ausgefallen, wie Johannes Nordmann, Vorsitzender der Bewertungskommission, sagte. Mit einem Punkt Vorsprung hatte Straberg letztlich die Nase vorn. Im nächsten Schritt folgt nun die Bewerbung beim Landeswettbewerb in zwei Monaten. 2017 hatte Straberg dort den dritten Platz erreicht.

Am vergangen Donnerstag war die Bewertungskommission zu Gast im Walddorf gewesen, um sich die Präsentation anzuschauen. Die Jury war nun voll des Lobes über die engagierten Straberger. Besonders gefallen hat ihr „das überaus vielfältige und engagierte Vereinsleben der Dorfgemeinschaft, die beeindruckende Fortentwicklung der vielzähligen Projekte zur Dorfentwicklung unter der Federführung des Fördervereins Jugend- und Sozialarbeit und die konzeptionelle Entwicklung und Lenkung der Dorfprojekte über Arbeitsgruppen, einen monatlichen Bürgerstammtisch und Internetpräsenz“, um nur einige Punkte zu nennen.

  • Das Alfred-
Delp-
Haus in
Stra-
    „Unser Dorf hat Zukunft“ : Straberg präsentiert sich der Kommission
  • Hermann Koppelberg (l.) aus dem Vorstand
    19 Dörfer nehmen teil : Dörfer präsentieren sich im Wettbewerb
  • König Martin Zaum freut sich auf
    Heimatfest in Dormagen : Straberger feiern ihre traditionelle Gottestracht

Weitere Aktivitäten wie die Einrichtung des Walddorfbusses zur Förderung der Mobilität für Senioren, das Engagement der Arbeitsgruppe Grüngestaltung sowie die Arbeit der weiteren Vereine im Dorf, ob Schützen oder im Sport, wurden ebenfalls sehr gelobt.

Was mit dem Preisgeld geschehen soll, werde auf dem nächsten Bürgerstammtisch diskutiert, wie Manfred Steiner erklärt. „Wir haben überlegt, ein Lastenfahrrad anzuschaffen, um eine Alternative zum eigenen Auto, aber auch zum Walddorfbus zu schaffen.“ Wie man das umsetzen könne, werde man gemeinsam überlegen.

Die Arbeit für die Bewerbung habe sich jedenfalls gelohnt, wie die Vereinsmitglieder strahlend erzählen. Gleichwohl haben die Koordinatoren das Projekt nicht wirklich als Arbeit empfunden. „Es hat wirklich auch großen Spaß gemacht“, sagt Beate Gongoll. „Und auch, wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre es weitergegangen.“ Auch Roswitha Klein betont: „Unsere Projekte sind für uns alle eine Herzensangelegenheit.“

Denn nicht nur für „Unser Dorf hat Zukunft“ strengen die Straberger sich an, sondern zu jeder Zeit, unabhängig vom Wettbewerb. „Das ist uns allen in die Wiege gelegt“, meint Manfred Steiner. „Hier wird schon immer ganz viel in Eigenregie gemacht“, erzählt er. So wie der Bau des Saales in den sechziger Jahren. Über die Jahre habe man immer neue Projekte gehabt, immer wieder Ideen, die von Dorfbewohnern kamen, versucht umzusetzen. Auch Jugendarbeit funktioniere in Straberg toll, weil die Jugendlichen untereinander immer Projekte weitergeben und neu organisieren. „Alles ist eine Teamleistung, jeder trägt etwas dazu bei“, lobt Beate Gongoll.