Dormagen: Start-ups stellen im Chemlab Konzepte für Strukturwandel vor

Start-up-Veranstaltung in Dormagen : MIT will mit Start-up-Veranstaltung junge Gründer in die Region locken

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion und der Chempark Dormagen hatten zu einer Veranstaltung zum Thema Strukturwandel eingeladen.

„Wir wollen Start-ups motivieren, sich in Dormagen und im Rhein-Kreis zu gründen“, sagt Jens Hartmann, CDU-Mitglied im Kreistag und Landesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), und hat vier Start-ups aus ganz Deutschland begrüßt, die mit ihren Projekte neue Energie-Ansätze liefern. „Vieles ist noch unklar, was in der Politik passieren soll. Aber klar ist, dass es lokale Auswirkungen geben wird“, sagt Hartmann.

Etwa 50 Teilnehmer sind zu der Auftaktveranstaltung ins Chemlab gekommen. Chemparkleiter Lars Friedrich betont die Verbindung des Chemlabs zu Start-ups: „Die jungen Unternehmen arbeiten flexibler und risikoreicher, aber verzweifeln oftmals an der Industrie. Wir müssen Formate finden, um diese zwei Dinge zusammen zu bringen.“

Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU), erinnert daran, dass die Industrie aus neuen Ideen entstanden ist und somit viele Konzerne als Start-ups ihrer Zeit begonnen haben. „Wir leben in einer Gründerzeit. Es sind viele Erfindungen gefordert, besonders im Punkt Mobilität“, sagt Petrauschke. Der Rhein-Kreis Neuss setze sich vor allem mit dem Strukturwandel auseinander. Start-ups, das seien kluge Köpfe, wie die Knospen im Frühling, die Chancen sehen und nicht nur das Negative, so der Landrat weiter.

Eins dieser Start-ups ist „Logarithmo“, das an der Technischen Universität Dortmund entwickelt wurde und auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) digitale Energieberatung für Unternehmen anbietet.

Das zweite Jungunternehmen, das im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt wurde, ist „Serhatec“. Die Gründer kommen aus Pulheim und Neuss, das Start-up, das aus Abwärme Energie produziert, wird in der Schweiz finanziert. Serhatec sucht aktuell einen Hauptstandort und eine Produktionsstätte, am liebsten im Rhein-Kreis.

„Etiblogg“ aus Hannover befasst sich mit dezentraler Stromversorgung, indem es die Blockchain-Technologie greifbar darstellt. Und das Ziel des „Arcanus“-Projekts, das vom Land NRW gefördert wird, ist es, Lösungen für Mitarbeiter und Führungskräfte von Betreibern mit kritischen Infrastruktursystemen, wie etwa Krankenhäuser, zu finden.

Alle vier Start-ups betonen die Wichtigkeit der Förderung des Standorts. Besonders attraktiv seien das Rheinische Revier aufgrund der hohen Population von Energieunternehmen und der Ballungsraum Ruhrgebiet mit vielen Hochschulen und studentischen Arbeitskräften.