Dormagen in der Kostenfalle Stadt will sich nicht verschulden

Dormagen · Bürgermeister Erik Lierenfeld hat dem Hauptausschuss einen dramatischen Bericht zur Energiekrise und finanziellen Situation vorgelegt. Es sollen aber keine Schulden zu Lasten nachfolgender Generationen gemacht werden.

 Die Energiepreise kennen nur eine Richtung: nach oben. Kommunen und Bürger ächzen unter der Last.

Die Energiepreise kennen nur eine Richtung: nach oben. Kommunen und Bürger ächzen unter der Last.

Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

„Es ist die schwierigste Situation in der Geschichte der Stadt.“ Die Worte des SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Dries, gesprochen in der Sitzung des Hauptausschusses am vergangenen Donnerstag, blieben unwidersprochen. Aus gutem Grund. Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise mit explosionsartig steigenden Kosten erschüttern Land und Kommunen. Wie es um die Stadt Dormagen steht, erläuterte Bürgermeister Erik Lierenfeld mit Blick auf die Haushaltslage und in seiner Funktions als Aufsichtsratsvorsitzender des lokalen Energieversorgers evd. Unter dem Strich steht die bittere Zustandsbeschreibung: Es sieht schlecht aus, und es kann noch schlimmer kommen. Wie schlimm, kann heute noch niemand abschätzen. Eine Kern-Botschaft vermittelte der Bürgermeister klar und deutlich: Eine enorme Verschuldung, die zu Lasten nachfolgender Generationen ginge, will er nicht. Das bedeutet im Umkehrschluss, lieber Steuererhöhungen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu schaffen.