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Dormagen: Stadt und Ex-Feuerwehr-Chefin Sabine Voss trennen sich

Feuerwehr Dormagen : Ex-Feuerwehr-Chefin Voss einigt sich mit Stadt auf Altersteilzeit

Nach mehr als drei Jahren mit anderen Aufgaben kehrt Sabine Voss nicht zur Feuerwehr Dormagen zurück.

Die ehemalige Feuerwehr-Chefin Sabine Voss (52) ist nicht mehr für die Stadt Dormagen tätig. Das bestätigte Stadt-Pressesprecher Max Laufer am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion: „Sabine Voss und die Stadt Dormagen haben sich im Dezember darauf geeinigt, dass Sabine Voss im Rahmen einer Altersteilzeitregelung mit sofortiger Wirkung von ihrer Tätigkeit für die Stadt Dormagen freigestellt wird.“ Mehr, z.B. über finanzielle Vereinbarungen, war nicht zu erfahren. Laufer erklärte: „Über weitere Einzelheiten dieser Einigung wurde Stillschweigen vereinbart.“

Damit endet eine mehrjährige Phase, in der die Brandinspektorin seit 8. Dezember 2015 neue Aufgaben zugewiesen bekommen hatte, die sie bis nach Bonn führten. 2006 war Sabine Voss neue Leiterin der Dormagener Berufsfeuerwehr geworden, 2009 übernahm sie zusätzlich auch die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr. Es gab Konflikte, die sich an der Person der Feuerwehr-Chefin festmachten: Ehrenamtler monierten, nicht genügend in Kommunikations- und Entscheidungsprozesse einbezogen und ungerecht behandelt worden zu sein. Bei den Ehrenamtlern stand der Vorwurf der Eigenmächtigkeit im Raum. „Wir möchten aus diesen Auseinandersetzungen die persönlichen Emotionen nehmen, alle Beteiligten schützen und den inneren Frieden in der Feuerwehr schnellstmöglich wiederherstellen“, sagte der Erste Beigeordnete Robert Krumbein im Dezember 2015.

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Die zunächst für Sabine Voss vom Verwaltungsvorstand angeordnete Stelle im Hochwasserschutz bei den Technischen Betrieben Dormagen hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf im April 2016 als „nicht amtsangemessen“ eingestuft, so dass eine neue Stabsstelle eingerichtet wurde, die Voss leitete: Krisenstabsmanagement, Zivilschutz, Katastrophenschutz, Bereiche des vorbeugenden Brandschutzes und Hochwasserschutzplanung. Zum 1. Dezember 2016 hatte die Stadt ihre Mitarbeiterin für zwei Jahre zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nach Bonn abgeordnet – ins Referat „Ressort- und länderübergreifende Krisenmanagementübungen, LÜKEX“.