KI-Projekt in Dormagen Stadt testet künstliche Intelligenz

Dormagen · Eine Test-Anfrage der Rathaus-Verwaltung in Dormagen an Chat-GPT lieferte eine erstaunliche Antwort. Die Stadt will das Thema verfolgen.

Eine Person gibt am Tablet etwas in das Programm ChatGPT ein.  Viele Leute lassen zurzeit ChatGPT-Texte für sich schreiben.

Eine Person gibt am Tablet etwas in das Programm ChatGPT ein.  Viele Leute lassen zurzeit ChatGPT-Texte für sich schreiben.

Foto: dpa/Philipp Brandstädter

Künstliche Intelligenz, kurz KI, dringt mehr und mehr in viele Lebensbereiche vor. Zum Beispiel Sprach-KIs. Diese Entwicklung haben Generative Pre-trained Transfomers (GPT) ins Rollen gebracht, tiefe neuronale Sprachmodelle, die terabyteweise mit Webinhalten, Wikipediaeinträgen und Buchtexten trainieren. Der prominenteste Vertreter GPT-3 beweist seit Mai 2020 sein Sprachtalent und erfährt in der als Chat deutlich einfacher nutzbaren Variante ChatGPT derzeit einen regelrechten Hype. Dormagen will diese Entwicklung mitgehen und in der Rathaus-Verwaltung nutzen, denn es gäbe einige mögliche Einsatzmöglichkeiten. Daher wird inzwischen fachbereichsübergreifend ein Austausch zu diesem Einsatzszenario geführt. Die Stadt will in der übernächsten Sitzung des Digitalisierungsaus-schusses einen Experten zum Thema Sprach-KI einladen.

Welche erstaunliche Möglichkeiten KI erlaubt, zeigt dieses Beispiel einer Chatanfrage mit der Sprach-KI, das die Verwaltung getestet hat. Zu der Anfrage „Schreibe eine Beratungsvorlage in formaler Behördensprache zum Thema Chat-GPT. Gehe dabei darauf ein, was für Vorteile die Technologie für eine Stadtverwaltung bringen kann und welche Risiken auch rechtlicher Natur damit verbunden sind“, lieferte ChatGPT folgende erstaunliche Antwort (in Auszügen): „Einer der Vorteile, die ChatGPT für eine Stadtverwaltung bieten kann, ist die Möglichkeit, Kundenanfragen effizienter und schneller zu bearbeiten. ChatGPT kann automatisierte Antworten auf häufig gestellte Fragen bereitstellen, was den Kundenservice verbessert und den Arbeitsaufwand für die Stadtverwaltung reduzieren kann. Darüber hinaus kann ChatGPT auch komplexe Aufgaben übernehmen, wie z.B. die Verwaltung von Daten, die Bearbeitung von Anträgen und die Überwachung von Prozessen, was Zeit und Ressourcen sparen kann.

Allerdings müssen auch die rechtlichen Risiken berücksichtigt werden, die mit der Verwendung von ChatGPT verbunden sind. Dazu gehören die Datenschutzbedenken, die sicherstellen müssen, dass personenbezogene Daten sicher verwaltet werden, sowie die Haftungsfragen, die sicherstellen müssen, dass die Stadtverwaltung nicht für Fehler ver-antwortlich gemacht wird, die von ChatGPT begangen werden. Es ist auch wichtig, dass die Technologie regelmäßig überwacht und geprüft wird, um sicherzustellen, dass sie korrekt funktioniert und keine rechtswidrigen Handlungen durchführt. In Anbetracht dieser Überlegungen empfehlen wir, dass die Stadtverwaltung eine gründliche Prüfung der Vorteile und Risiken von ChatGPT durchführt, bevor sie eine Entschei-dung über die Verwendung dieser Technologie trifft.“

(schum)
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