Dormagen: Stadt rät dringend zu Rückstausperren

Starkregenfälle : Stadt Dormagen rät dringend zu Rückstausperren

Wenn bei Unwettern der Keller vollläuft, weil keine Sperren installiert sind, droht Gebäudeeigentümern der Verlust des Versicherungsschutzes, warnt die Verwaltung.

Die Bilder in der vergangenen Woche aus Wuppertal sind noch in lebhafter Erinnerung: Nach einem heftigen Unwetter war die Großstadt im Bergischen Land im Ausnahmezustand; das Dach einer Tankstelle stürzte ein, ein Einkaufszentrum lief voll mit Wasser, auch viele Keller von Privathäusern wurden überflutet. Die Stadt Dormagen hat dieses Ereignis im Besonderen und die sich häufenden Unwetterfälle auch in der hiesigen Region im Allgemeinen zu einem dringenden Appell an alle Hauseigentümer veranlasst. Sie sollen – falls noch nicht vorhanden – umgehend Rückstausperren einbauen lassen. Diese verhindern, dass bei Starkregen Abwasser in Gebäude zurückfließt.

„Vorgeschrieben sind Rückstausperren nicht nur nach den einschlägigen DIN-Normen zur Grundstücksentwässerung, sondern auch nach der Abwassersatzung der Stadt Dormagen“, teilt Stadtsprecher Max Laufer mit. Die Regelung schütze den Betreiber der öffentlichen Abwasseranlage vor Regressansprüchen. Für die ordnungsgemäße Hausinstallation sei der Eigentümer selbst verantwortlich.

Der Einbau ist normalerweise nicht sehr teuer, wenngleich die örtlichen Gegebenheiten eine große Rolle spielen. Ein Richtwert: Eine Rückstauklappe kostet rund 100 Euro. Pumpen sind allerdings teurer. Trotzdem dürfte sich die Investition lohnen: Denn wenn eine solche Einrichtung fehle, gefährde das den Versicherungsschutz des Gebäudeeigentümers, warnt die Stadtverwaltung. Läuft dann der Keller voll und entstehen gar Folgeschäden, muss der Eigentümer alles selbst bezahlen.

Das Risiko von Überflutungen sei bei Starkregen grundsätzlich überall vorhanden, urteilt Laufer. Aktuelle Fälle aus Dormagen seien der Stadt aber nicht bekannt. Hoffentlich bleibt das so: Denn auch für die nächsten Tage muss wieder mit Unwettern gerechnet werden.

Linda Surges von den Technischen Betrieben Dormagen steht Bürgern bei Fragen zu Rückstausperren unter 02133 257695 zur Verfügung.

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