Dormagen: Stadt prüft Alternativen für das DLRG-Heim

Rettungsgesellschaft in Dormagen : Stadt prüft Alternativen für DLRG-Heim

Für kurzfristig realisierbar hält die Stadt außer dem Standort neben dem Hallenbad nur den an der Feuerwehr in Zons.

Die DLRG hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, dass ihr neues Vereinsheim neben dem Stadtbad „Sammys“ zwischen Schwimmbad und Minigolfplatz errichtet werden soll, um auch Synergieeffekte für die dort angebotenen Ausbildungsstunden zu erzielen. Eine gute Erreichbarkeit auch für die Einsatzkräfte ist der Dormagener Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) ebenso wichtig. Auch die sei durch eine gute ÖPNV-Anbindung der benachbarten Haberlandstraße gegeben, allerdings bei den anderen fünf untersuchten Standorten nicht in dem Maße. „Das Stadtbad ist der Standort, den wir präferieren“, stellte DLRG-Vorsitzender Carsten Gösch am Freitag noch einmal fest. Das Vereinsheim soll als Treffpunkt für die DLRG-Mitglieder, Basis für die ehrenamtlichen Retter im Einsatz, Veranstaltungsort für Schulungen, Lagerstätte sowie Stellplatz für Fahrzeuge dienen.

Die CDU-Fraktion, die mit dem Platz neben dem Hallenbad „gefremdelt“ hat, hatte die Verwaltung gebeten, auch Alternativstandorte zum Erbpacht-Grundstück der SVGD neben dem „Sammys“ zu untersuchen. Die Stadt hat daraufhin neben dem Grundstück an der Robert-Koch-Straße auch das neben der Baptistenkirche in Rheinfeld, das zwischen Feuerwehr und Kläranlage am Obersten Monheimer Weg in Rheinfeld, ein Teil des Parkplatzes am Herrenweg in Zons, das an der Alten Baggerei Straberg und das der Stadt an der Deichstraße neben dem Feuerwehr-Gerätehaus Zons geprüft. „Neben dem Hallenbad ist der für uns am besten geeignete Standort“, sagte Gösch.

Bei der Erreichbarkeit sieht die DLRG Probleme in Zons. „Der Vorstand der DLRG teilte mit, dass sehr lange Anfahrten mit privaten Kraftfahrzeugen im Einsatzfall gesehen werden. Zudem werde das hohe Verkehrsaufkommen in Zons (Touristenmagnet) in den üblichen Einsatzzeiten als suboptimal betrachtet“, so die Verwaltung.

„Der von der DLRG angedachte Standort an der Robert-Koch-Straße ist kurzfristig realisierbar. Ebenso ist ein möglicher Standort an der Deichstraße / Feuerwehrgerätehaus Zons kurzfristig realisierbar. Die weiteren vorgenannten Standorte sind erst mittel- bis langfristig entwickelbar“, zieht Bürgermeister Erik Lierenfeld das Fazit in der schriftlichen Beantwortung der CDU-Anfrage zum Stadtrat am 13. September. Diese beiden Grundstücke am „Sammys“ und der Feuerwehr in Zons sowie das neben der Baptistenkirche in Rheinfeld erhalten in einer tabellarischen Zusammenfassung die höchste Einschätzung der Stadtplaner: „Aus städtebaulicher Sicht ist der Standort sehr gut geeignet.“

Nicht untersucht werden konnten die Baukosten, da keine konkreten Planunterlagen vorlagen. „Die Lärmeinwirkungen des Vorhabens auf die Umgebung sind im Rahmen der Baugenehmigung gutachterlich zu prüfen, gegebenenfalls sind Maßnahmen zur Lärmminderung einzuplanen, heißt es in der Stellungnahme. Die CDU hatte im Juli neben der Parkplatz-Problematik angegeben, dass durch Notfall-Einsätze „für die Anwohner absehbar eine Lärmbelästigung entstehen“ würde. Genau das glauben die DLRG-Verantwortlichen nicht, wie Schatzmeister Marcus Bonn im Juli sagte: „Erstens haben wir keine täglichen Einsätze, und zweitens sind wir nicht die Feuerwehr und fahren nicht mit Sirene und Tempo durch Wohnstraßen.“

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