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Dormagen: Stadt gedenkt der Opfer des Holocaust

Stolperstein-Stele am Rathaus : Dormagen gedenkt der Opfer des Holocaust

An der Stolperstein-Stele am Rathaus legte Bürgermeister Erik Lierenfeld eine Gedenkminute ein. Wegen der Corona-Pandemie konnte keine Gedenkfeier stattfinden.

Die Stadt Dormagen hat den Opfern des Holocaust gedacht. Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld sowie Uwe Schunder und Heidi Ruetz, Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende des Deutsch-Israelischen Städtepartnerschaftsvereins „Dormagen – Kiryat Ono“, haben am Holocaust-Gedenktag eine Gedenkminute für die Opfer des Nationalsozialismus eingelegt.

Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen zum 76. Mal. Auf Grund der Corona-Pandemie musste die Gedenkfeier allerdings ausfallen.

„Es ist schade, dass wir die Gedenkminute heute in einem so reduzierten Rahmen abhalten müssen. Die politischen Entwicklungen, vor allem im letzten Jahr, zeigen, dass die Gefahren durch Rechtsextremismus und Nazi-Ideologien immer noch aktuell sind. Es ist wichtig, uns an die Geschichte zu erinnern und dafür zu kämpfen, dass sich so etwas niemals wiederholt“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Lierenfeld, Schunder und Ruetz versammelten sich an der Stolperstein-Stele hinter dem Dormagener Rathaus. Sie zeigt die Standorte der 39 in Dormagen verlegten Stopersteine und wurde im Jahr 2013 enthüllt. Die Stele wurde damals vom Partnerschaftsverein, städtischem Kulturbüro, vom Kreisarchiv und zahlreichen Dormagener Schulen unterstützt.

„Wir erinnern uns hier vor der Stolperstein-Stele an die Opfer des Holocaust und ich zitiere Johannes Rau mit den Worten: ,Gedenken braucht Orte. Aber Orte können das Gedenken nicht ersetzen‘“, ergänzt Uwe Schunder.

In ganz Deutschland fanden am Mittwoch Gedenkveranstaltungen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie überall in einem reduzierten Rahmen.

Im Internet beteiligten sich aber viele Menschen an dem Gedenken. So wurde unter dem Hashtag #WeRemember auf den Sozialen-Medien eine Kampagne gestartet, um an diese Vergangenheit zu erinnern und um eine bessere Zukunft für alle aufzubauen. Diese Aktion kann unterstützt werden, indem ein Foto mit einem Blatt Papier, auf dem „Wir erinnern uns“ steht, in den sozialen Medien geteilt wird.