Dormagen: Stadt baut in Nievenheim neue Kita

Kinderbetreuung Dormagen : Die Stadt Dormagen baut in Nievenheim eine neue Kita

In der Einrichtung wird es Plätze für U3-Kinder geben. Dafür wird die Kita Neusser Straße aufgegeben.

Die Stadtverwaltung legt den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, 16. Mai, die Planung eines Neubaus einer Kita an der Bismarckstraße vor. Dort soll eine Einrichtung mit fünf Gruppen entstehen. Dabei spielt auch die räumliche Nähe zum benachbarten Neubaugebiet Nievenheim IV eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite werden nach Fertigstellung die Räumlichkeiten der Kita an der Neusser Straße aufgegeben.

Hintergrund ist das Ziel der Stadt, bis zum Sommer 2023 rund 500 neue Betreuungsplätze für Kinder im Alter bis zur Einschulung zu schaffen, um der stetig wachsenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen Rechnung zu tragen. Dieser Bedarf resultiert  vorwiegend aus einer Zunahme von Geburten, aus einem Zuwachs von nach Dormagen zuziehenden Familien sowie einer zeitlich früheren Inanspruchnahme von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren (U3).

An der Neusser Straße betreibt das Evangelische Jugend- und Sozialwerk Norf-Nievenheim bisher eine zweigruppige Kita mit 64 Plätzen ausschließlich für Kinder über drei Jahren. Wegen der steigenden Nachfrage rückte der Träger von der ursprünglichen Idee ab, die Einrichtung aufzugeben. Mit Beginn des Kindergartenjahres 2016 wurde zur Bedarfsdeckung im Ü3-Bereich in dieser Kita sogar eine dritte Gruppe für Kinder dieser Altersgruppe in Betrieb genommen. Mittlerweile wird von einer Schließung der Kita und einer Aufgabe von Betreuungsplätzen Abstand genommen. Allerdings möchte das Jugend- und Sozialwerk auch gerne U3-Plätze anbieten, um unter anderem auch eine durchgängige Betreuung von der Aufnahme eines unter drei Jahre alten Kindes bis zu dessen Einschulung zu gewährleisten.

Eine Ortsbegehung mit dem Landesjugendamt ergab jedoch, dass eine U3-Betreuung im jetzigen Gebäude an der Neusser Straße nicht möglich ist. Die Räumlichkeiten entsprechen nicht den geforderten Standards für eine Betreuung von Kleinkindern (beengte Räume, Unterbringung der Räume auf unterschiedlichen Ebenen, keine ebenerdige Erreichbarkeit des Außengeländes). Daher wird dieser Standort aufgegeben.

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