Dormagen: Sportausschuss vertragt Entscheidung über Rasenplätze

Sportvereine in Dormagen : Entscheidung über Rasenplätze vertagt

Vier Vereine dürfen hoffen, dass ihre drei Naturrasenplätze ihnen erhalten bleiben. Die Verwaltung suchte das Gespräch mit den vier betroffenen Sportvereinen.

Denn der Sportausschuss brauchte keine Entscheidung gegen sie zu fällen, weil die Verwaltung eine entsprechende Vorlage von der Tagesordnung genommen hatte. Auslöser dafür waren die massive und schriftlich vorgebrachte Kritik am Vorgehen der Stadt, die sich dafür ausspricht, die Rasenplätze zu schließen, nachdem die Anlagen in Horrem, Hackenbroich und Delhoven einen Kunstrasenplatz erhalten haben. Ende März will sich die Sportverwaltung mit den betroffenen Vereinen zusammensetzen, um eine Lösung zu finden.

Für den Sportausschuss-Vorsitzenden Detlev Zenk ist die Sachlage zunächst einmal klar: „Es gibt einen Beschluss“, sagt das SPD-Mitglied. Damit bezieht Zenk sich auf die vom Stadtrat beschlossene Vereinbarung zwischen der Stadt und den Fußballvereinen, dass in einer festgelegten Reihenfolge die Aschenplätze der Vereine in Kunstrasenflächen umgewandelt und im Gegenzug die Rasenplätze aufgegeben werden. Auf diese Weise will die Stadt erhebliche Kosten sparen. Für Detlev Zenk besteht die Möglichkeit einer Einigung, mit der die Vereine zufrieden sein könnten: „Wenn sie darlegen, dass sie ein Nutzungskonzept für die Rasenplätze haben und bereit sind, alle dort anfallenden Kosten zu tragen, dann ergibt das eine neue Sachlage.“ Es geht um die Wartung des Flutlichts oder der Beregnungsanlage und um Wasserkosten. Zuvor hatte sich bereits Dirk Gärtner, Vorsitzender des Fußballkreises Grevenbroich/Neuss, geäußert und die Absicht kundgetan, sich mit den Vereinen zusammensetzen zu wollen, um eine Lösung zu finden.

In Horrem weist man zum Beispiel darauf hin, dass dort zwei Vereine die Anlage nutzen. Rasensport Horrem und die Türkische Jugend bringen zusammen zehn Mannschaften auf die Beine, alle Bedürfnisse an Training und Spielbetrieb auf einem Kunstrasenplatz unter einen Hut zu bringen, sei nicht einfach, sagte Rasensport-Vorsitzender Peter Deuss. In Hackenbroich soll der Jugendbereich weiter ausgebaut werden, so dass der Rasenplatz als weitere Spiel- und Trainingsfläche benötigt werde. „Wir werden die Nachwuchsarbeit weiter intensivieren“, kündigte Vorsitzender André Heryschek an. Beim FC Delhoven stellt sich laut Geschäftsführer Thomas Frason die Lage so dar, dass der dortige Rasenplatz noch in einem sehr guten Zustand sei und es schade wäre, ihn aufzugeben.

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