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Dormagen: Dormagen soll eine "Marke" werden

Dormagen : Dormagen soll eine "Marke" werden

Stadt sucht eine Hochschule, die für die Innenstadt eine Dachmarke mit Signet und Slogan entwickeln soll.

Braucht Dormagen eine "Marke"? Soll die Stadt ihre Pluspunkte besser in der Öffentlichkeit darstellen und nach außen hin vermarkten? Geht es nach Lidia Wygasch-Bierling, dann sollte möglichst bald eine Marke entwickelt werden. Das sagte die Wirtschaftsförderin am Montagabend im Rahmen der Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft Dormagen (WSD) im Ratskeller.

"Wir haben in der Stadt eine ganze Reihe von sehr guten Veranstaltungen und jetzt beim Frühlingsfest am vergangenen Wochenende eine sehr gute Resonanz. Aus diesem positiven Gefühl heraus sollte eine Marke für die Innenstadt entwickelt werden", so Wygasch-Bierling. Am Runden Tisch der Innenstadt-Akteure wurde daraus die Idee entwickelt, so erzählte sie, dass Studenten im Rahmen einer Semester- oder Master-Arbeit sich mit diesem Thema befassen und für Dormagen ein "Branding", also eine Dachmarke, mit Slogan und Signet erarbeiten. Die Wirtschaftsförderin wird mit drei Hochschulen Kontakt aufnehmen, um zu sehen, ob dort Interesse an einer solchen Zusammenarbeit besteht: die Hochschule Niederrhein, die private Alanus-Hochschule bei Bonn und die internationale Fachhochschule in Bad Honnef — angesprochen werden jeweils die dortigen Fachbereiche für Marketing. Unter den WSD-Mitgliedern war der Zuspruch eines solchen Vorstoßes groß. Tenor: Auf jeden Fall machen, das kann die Innenstadt nur nach vorne bringen.

Eine lebhafte Diskussion löste das Frühlingsfest aus. Während die allermeisten der WSD-Mitglieder sich sehr positiv äußerten, kritisierte Stephan Thönneßen von der Buchhandlung Seitenweise, dass in diesem Bereich der "Kö" keine Händler mit ihren Buden gestanden hätten und aus diesem Grund die Kundenfrequenz sehr gering gewesen sei. Dem hielt vor allem Hans Dieter Lehnhoff, Geschäftsführer des Ring -Centers entgegen, dass jeder Händler gefordert sei, selbst aktiv zu werden und beispielsweise vor seinem Geschäft für ein Attraktion zu sorgen. Guido Schenk von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft sagte: " Die Feste in der innenstadt leben vom Engagement der Einzelhändler, die selbst etwas machen." Weiter: "Darauf zu warten, dass die Kunden kommen und einem den Laden füllen, ist kein zukunftsweisendes Konzept." Schenk, der meist in die Organisation der vielen Innenstadt-Veranstaltungen eingebunden ist, forderte die WSD-Mitglieder auf, sich kreativ in die Organisation der Feste einzubringen. Der Kassenbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr, das mit einem Minus von rund 1500 Euro abschloss, zeigt, dass der Spielraum der Werbegemeinschaft, aus sich heraus große Attraktionen auf die Beine zu stellen, begrenzt ist.

Mit Blick auf das laufende Jahr äußerten sich die WSD-Mitglieder zuversichtlich, dass die kommenden Veranstaltungen auf große Resonanz und positives Echo stoßen. Wie die zweite Auflage des Bauernmarktes am 29. und 30. Juni, der an die "lange Nacht der Industrie" gekoppelt wird, die auf dem Rathausplatz endet. Die Resonanz der heimischen Landwirte sei jetzt deutlich größer als noch bei der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr.

(NGZ)