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Dormagen: Rhein Clean-up hat 78 Säcke Müll und jede Menge Unrat gefunden

Aktion in Dormagen : Rhein Clean-up hat 78 Säcke Müll und jede Menge Unrat gefunden

Die Dormagener Gruppe hat rund 100 Helfer gehabt, die rund 400 Meter Strand entlang des Rheins gesäubert haben. Am nächsten Samstag ist der „Strabi“ dran.

Über so viele Helfer wie seit der Gründung der Dormagener Gruppe Rhein Clean-up nicht mehr freute sich an diesem Wochenende besonders Karin Schwanfelder. „Über 100 engagierte Männer und Frauen haben uns tatkräftig im Grind am Rheinkilometer 724 bis 724.4 unterstützt“, sagte sie begeistert.

Und das, was dort an 400 Metern Strand gesammelt wurde, war eine gigantische Menge: 92 Reifen, 600 Kilogramm Metall und 68 Säcke vollgepackt mit Müll wurden aus dem Rhein gezogen. „Wir waren schon häufig an der Stelle und es ist jedes Mal wieder erstaunlich, wie viel wir dort noch ausgraben. Aber es sieht schon wesentlich besser aus als noch vor ein paar Jahren“, sagt Schwanfelder. Bei dieser Aktion konnte sie sich über weitere Helfer freuen, und es gab sogar noch eine Überraschung: „Die Firma Ineos hat uns dieses Mal mit 27 Mitarbeitern, darunter 20 Auszubildende tatkräftig unterstützt, und auch das Raphaelshaus und der Nabu waren wieder dabei – wie viele andere tolle Menschen“, sagte Schwanfelder und lobte das Engagement für eine saubere Umwelt.

Ineos war durch große Plakate von „Rhine Clean-up“ auf die Aktion aufmerksam geworden und hatte schnell die Dormagener Gruppe gefunden und Hilfe angeboten. Doch damit nicht genug: Nicht nur Catering und Getränke gingen auf die Rechnung des Unternehmens, es schickte als große Überraschung noch eines der hochmodernen und umweltbewussten Schiffe mit dem Slogan „Keep our rivers clean“ an die Sammelstelle, ließ es anlegen und die Müllsammler mit lautem Hupen begrüßen. Dabei handelte es sich um einen von vier der größten Gastanker seiner Art. Als Teil eines Innovationsprogramms des Unternehmens sollen sie vornehmlich zwischen einer neuen Import-Anlage in Antwerpen und Köln pendeln.

Nach dem Clean-up ist vor dem Clean-up: Am kommenden Samstag sind alle Helfer zum World Clean-up Day eingeladen, um 10 Uhr zum großen Parkplatz am Straberger See zu kommen. „Wir haben im März schon einmal das Gelände am See gesäubert, aber dort sieht es immer schlimm aus. Wir finden so viel Müll von Wild-Grillern und Partyvolk, dort könnten wir auch mit 150 Leuten anrücken, und es wäre zu viel, um das gesamte Gelände von Unrat zu befreien.“

(vest)