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Dormagen: Rettungskräfte trainieren sicheres Fahren

Sicherheit in Dormagen : Rettungskräfte trainieren sicheres Fahren

Der ADAC schulte auf seinem Übungsplatz in Grevenbroich zwölf Männer und Frauen aus der Feuerwache Dormagen. In den nächsten drei Jahren sollen alle 94 Hauptamtler ein Training absolviert haben.

Zwölf Notfallsanitäter und -assistenten aus der Feuerwache in Dormagen haben auf dem ADAC-Übungsplatz in Grevenbroich ein Fahrsicherheitstraining absolviert. Da teilt die Stadt Dormagen mit.

Jeweils zwei Rettungskräfte fuhren dabei in einem der fünf Kleinbusse der Feuerwehr sowie zwei Teams in SUVs, die baugleich mit den Dormagener Notarzteinsatzfahrzeugen waren. Diese Autos waren vom Autohaus Kniest kostenlos zur Verfügung gestellt. „Somit konnten wir genau mit den Fahrzeugen trainieren, die wir auch im Einsatz fahren“, erklärte Stephan Schwind, Ausbildungsleiter des Dormagener Rettungsdienstes. Auf dem Programm standen Bremsübungen auf unterschiedlichen Untergründen, Ausweichen vor Hindernissen und das Abfangen eines schleudernden Fahrzeugs.

„Bei Blaulichtfahrten begeben wir uns oftmals in Gefahr – wir müssen ausscherenden Fahrzeugen oder plötzlich auftauchenden Passanten ausweichen, zügig durch Kurven fahren und Kreuzungen bei Rot überqueren. Da muss man sein Fahrzeug schon sehr gut kennen, um die Kontrolle zu behalten“, erläutert Achim Mittnacht, Leiter des Dormagener Rettungsdiensts.

Der Wunsch nach einem Training war schon vor einiger Zeit von den Rettern geäußert worden. „Gerade die jüngeren Kollegen gewinnen durch solch ein Training enorm an Sicherheit“, urteilt Mittnacht. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass alle 94 hauptamtlichen Kräfte das Fahrsicherheitstraining absolvieren können. Dies soll in den kommenden drei Jahren geschehen.

Zwischen den Praxisübungen gab es weitere Tipps – zur besten Sitzposition im Fahrzeug, was beim Anschnallen mit dickerer Kleidung zu beachten ist und wie das Lenkrad gehalten werden sollte. „Oftmals fahren viele mit nur einer Hand am Lenkrad – oben aufliegend“, berichtet der Trainer. „Wenn bei einem Aufprall der Airbag ausgelöst wird, fliegt die Faust dem Fahrer mitten ins Gesicht.“

(ssc)