Dormagen: Rat schreibt Stadt-Haushalt fort

Etatberatungen in Dormagen : Rat schreibt Stadt-Haushalt fort

Neue Prognosen für die Etats 2021 bis 2023 gehen von weniger Erträgen aus.

Einstimmig hat der Stadtrat den Jahresabschluss 2018 der Stadt Dormagen genehmigt, nachdem eine Prüfung durch die Rechnungsprüfung des Rhein-Kreises Neuss zu keinen Einwendungen geführt hatte. Der Jahresüberschuss für das Vorjahr in Höhe von 1,4 Millionen Euro wird nun der städtischen Ausgleichsrücklage zugeführt.

Neben dem lang diskutierten Stellenplan 2020 ging es in der Ratssitzung am Donnerstagabend auch um die Fortschreibung des Doppelhaushaltes für 2020. Wie Kämmerin Tanja Gaspers bereits im Hauptausschuss erläutert hatte, führen die vorgelegten Ergänzungen nicht zu einem Nachtragshaushalt, sondern schreiben das bereits im Dezember 2018 verabschiedete Zahlenwerk für 2019/20, das als Satzung gilt, nur für die Jahre 2021 bis 2023 fort: „Wir reden nicht über einzelne Haushaltsansätze“, so Tanja Gaspers. „Wir haben im Haushalt nicht viel Luft zum Ausgeben“, sagte sie im Hauptausschuss.

Gegen die zustimmende Kenntnisnahme votierten jetzt im Rat die drei Zentrumsratsmitglieder. Zuvor hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld betont, dass „die Prognosen gleich bleiben“, auch wenn sich durch die Vertagung des Punktes auf den 17. Dezember noch etwas an den 23 noch nicht bewilligten Verwaltungs-Stellen ändern sollte.

Standen 2018 den Erträgen von 160 Millonen Euro Ausgaben von 159,1 Millionen Euro gegenüber, lag der Ansatz des städtischen Haushaltes für 2019 bei 166,7 Millionen Euro Einnahmen und 164,4 Millionen Euro Ausgaben, was ein Plus von 2,3 Millionen Euro bedeutet. Für 2020 war von 171,2 Millionen Euro Einnahmen ausgegangen worden. Das wird sich durch die Fortschreibung um rund zwei Millionen auf 169,2 Millionen Euro verringern, während die Ausgaben mit 167,6 Millionen Euro bis auf 4300 Euro gleich bleiben. Insgesamt wird jetzt ein Plus von 1,5 Millionen Euro erwartet, nicht mehr von 3,6 Millionen Euro.

Für die folgenden beiden Jahre geht die Verwaltung ebenfalls von weniger hohen Erträgen aus: 173,5 statt 175,9 Millionen Euro für 2021 sowie 182,5 statt 184,7 Millionen Euro für 2022. Leicht steigende Ausgaben werden das prognostizierte Plus in 2021 von erwarteten 3,8 Millionen Euro auf 768.000 Euro schrumpfen lassen, 2022 von 4 Millionen auf 490.000 Euro. Für 2023 sieht der Plan statt 6,1 Millionen Euro immerhin noch 3,3 Millionen Euro vor – bei knapp steigenden Erträgen.

Der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Dormagen sieht für 2020 und die Folgejahre bis 2023 ein Minus von 8,1, 7,7, 7,3 und 8,1 Millionen Euro vor. Die Nachmeldungen beziehen sich auf zahlreiche Schulbauten, aber auch die Abbrucharbeiten für die Sportanlage in Stürzelberg oder zusätzliche Hausmeisterstellen.