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Dormagen: Positive Reaktionen auf Aufzug für Treppe "Unter den Hecken"

Unter den Hecken in Dormagen : Positive Reaktionen auf Aufzug

Stimmt die Politik zu, wird die Treppe „Unter den Hecken“ für den Lift verschmälert.

Die Facebook-Nachricht der Werbegemeinschaft City-Offensive Dormagen (CiDo) ist kurz, aber prägnant: „Bravo! Dafür hat die CiDo immer gekämpft. Jetzt müssen nur noch unsere Ratsmitglieder zustimmen.“ Es geht um den von der Verwaltung vorgeschlagenen Aufzug für die Treppenanlage, die die Straße „Unter den Hecken“ mit der Passage zur Sparkasse und zum Rathausplatz verbindet.

Das ist ein lang gehegter Wunsch vieler Dormagener, die sich über immer wieder abbröckelnde Stufen des nicht barrierefreien Zugangs zur Einkaufsstraße ärgern. So sagte am Dienstag auch die Hackenbroicherin Anna Ringe (67): „Dass hier ein Aufzug hinkommen soll, finde ich super, die Treppe ist einfach nicht komfortabel.“ Dann würde ihr der Wochenmarkt-Besuch noch mehr Spaß machen. Gerade für Ältere sei der Aufstieg beschwerlich: „Da überlegt man es sich zwei Mal, ob man überhaupt herfährt.“

Noch muss die Politik entscheiden, ob sie dem neuen Vorschlag der Stadtverwaltung folgt. Erste Beratung ist im Eigenbetriebsausschuss am 7. Mai, entschieden wird im Hauptausschuss am 27. Juni. Die Nachbesserung hatte die Politik im Hauptausschuss im Juni 2018 angestoßen, da die bis dahin vorgelegte Variante mit 420.000 Euro zu teuer und nicht umfassend war. Nun sollen Sanierung und Aufzug 340.000 Euro kosten – eine reine Sanierung der Treppe 220.000 Euro.

Wie CiDo-Vorsitzender Guido Schenk mit großer Freude ausführte, werde mit dem Aufzug ein wichtiger Beitrag zur Barrierefreiheit in der Innenstadt geleistet. Auch die CiDo-Vorstand-Vorgänger um Robin Zur und Erik Krüger hatten sich im vergangenen Jahr für einen Aufzug an der sanierungsbedürftigen Treppe stark gemacht. Wie die Dormagener Werbegemeinschaft jetzt ausführt, sei ein Aufzug im öffentlichen Raum „natürlich immer ein Problem, aber er ist an dieser Stelle einfach unverzichtbar, genauso wie z.B. am Bahnhof“. Nachdenken müsse man sicher über Videoüberwachung.