Dormagen: Ostermärkte in Zons und Knechtsteden waren Anziehungspunkte

Kreismuseum Zons und Kloster Knechtsteden : Zwei Ostermärkte waren Anziehungspunkte

Gut 2000 Besucher bewunderten und kauften die Kunst der Aussteller beim 33. Ostereiermarkt am Wochenende im Kreismuseum Zons. Auch der neunte Ostermarkt im Kloster Knechtsteden war gut besucht.

Zwei traditionelle Veranstaltungen lockten am Osterwochenende zahlreiche Besucher nach Dormagen: der 33. Ostereiermarkt im Kreismuseum Zons und der neunter Ostermarkt im Kulturhof des Klosters Knechtsteden.

Wie aus Ostereiern echte Kunstwerke werden, zeigten am Wochenende 30 Aussteller beim Ostereiermarkt im Kreismuseum Zons. Schon zum 33. Mal stöberten Anhänger von Osterdekoration und Sammler von außergewöhnlich gestalteten Eiern durch die Räume. „Die Künstler arbeiten mit so unterschiedlichen Techniken und Themen, dass es auch so immer etwas Neues zu bestaunen gibt“, sagt Museumsleiterin Anna Karina Hahn. Die Ausstellung „Ei-nfach schön! Ostereier aus der Sammlung Georgine und Pavel Hovorak“ fand viele Interessenten unter den rund 2000 Besuchern. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz und freuen uns, dass bei dem schönen Wetter so viele Menschen den Weg in unser Kreismuseum gefunden haben“, so Hahn.

Neben bekannten Künstlern gibt es auch immer ein paar neue, die ihre Werke zum Verkauf anbieten. So auch Ebba Cofalla, die Hühnereier mit Tusche verziert, wobei sehr feine und kleinteilige Ornamente entstehen. „Ich hatte von Berufs wegen als Technische Zeichnerin eh immer den Stift in der Hand. Irgendwann habe ich für Ostern Eier bemalt, die Arbeit wurde immer feiner.“ 1991 habe ihre Freundin sie dann für den Ostereiermarkt angemeldet.

Kleine Kunstwerke und ihre Herstellung waren von Karsamstag bis Ostermontag beim Ostereiermarkt im Kreismuseum Zons zu bewundern. Foto: Tinter, Anja (ati)

Dicht gedrängt standen die Besucher auch am Stand von Angelika Schledz, die die Eier mit ihrer Perforationstechnik verschönert. Dazu fräst sie filigrane Ornamente in die Hühner- oder Gänseeier. Hinzu kommt eine Klebetechnik, mittels derer sie die Eier mit österlichen Motiven verziert. „Die meisten Künstler arbeiten mit saisonal neutralen Motiven, sodass das einzige, was an Ostern erinnert, das Ei ist. Das ist vor allem bei den hochpreisigen Objekten schön, weil man sie das ganze Jahr über stehen lassen kann“, so Anna Karina Hahn. Ein gutes Beispiel dafür ist Barbara Krebs. Sie verziert die Eier mit Japanpapier in bunten Farben und mit ausgefallenen Mustern.

Jahr für Jahr dabei ist auch Stefano de Bortoli, der, nachdem er sehnsuchtsvolle Meermotive auf die großen und kleinen Eier gezaubert hat, nun dem Ruf der Wüste folgt. „Filigrane Kunst hat meist ihren Preis, obwohl unsere Aussteller jedes Segment bedienen“, sagt Anna Karina Hahn. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Besucher gern in schöne Designs investieren.“

Im Kulturhof Knechtsteden gab es Schmuck, Taschen, Klamotten, Bilder, Deko und vieles mehr zu erwerben. An 61 verschiedenen Ständen boten Künstler, Handwerker und Bastler ihre selbst hergestellten Waren an. „Wir sind voll ausgebucht“, sagte Ute Godyla, die sowohl den Ostermarkt als auch den Sommer- und den Martinsmarkt in Knechtsteden organisiert. Sie achtet bei den Anmeldungen zum Markt darauf, dass ein ausgewogenes Angebot herrscht: „Ich schaue, dass wir nicht zu viele Handwerker mit ähnlichem Sortiment hier haben.“ So kommt auf dem Kulturhof eine bunte Mischung zusammen.

Domenico Guerra und Lebenspartnerin Claudia Schorn verkaufen zum ersten Mal ihre Holzwaren auf dem Ostermarkt. In Nievenheim haben der Tischler und seine Partnerin eine kleine Werkstatt, in der von Möbeln über Spielzeug bis zu Küchen- und Servierbrettern alles aus Holz hergestellt wird. Auf Wunsch werden einzelne Teile auch individuell angefertigt. „Es ist schön, wie entspannt die Organisation abgelaufen ist“, lobt Claudia Schorn. „Wir freuen uns sehr hier zu sein.“

Das sommerliche Wetter lockte sowohl am Ostersonntag als auch am Ostermontag viele Gäste nach Knechtsteden. Das merkte auch Hermann Pitzke, der in seinem Eiswagen sogenanntes „Snow Ice“ (Schnee-Eis), das in den Eisbecher „schneit“, verkaufte. Vor seinem Stand war meistens eine lange Schlange. „Ich habe das vorher noch nie probiert“, erzählte Godyla. „Das ist wirklich ein Highlight.“

Ein Jubiläum feierten Anke Kootz und Birgit Lohage mit ihrem Stand. Seit dem Ostermarkt 2011 sind sie jedes Jahr auf allen drei Handwerkermärkten in Knechtsteden. „Wir feiern heute unser 25. Mal im Kulturhof“, erklärte Kootz. Die beiden Dormagenerinnen teilen die Leidenschaft für Basteln, Nähen und Sticken. Einmal in der Woche treffen sie sich zum Handarbeiten. Dabei entstehen Taschen, Socken, Schmuck, Kleidungsstücke und allerlei „Schönes aus Stoff“.

Highlight für die Kinder war neben der Hüpfburg auch der Besuch des Osterhasen am Sonntag, der kleine Geschenke dabeihatte. Ostermontag konnten die Kinder gemeinsam Stockbrot backen. „Es ist schön zu sehen, wie gern die Besucher hierherkommen und das Ambiente genießen. Gerade bei diesem Wetter“, resümierte Godyla.

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