Dormagen: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart war zu Gast bei Coatema.

Ortstermin : Minister Pinkwart informiert sich bei Coatema

Der Politiker besichtigte das Technikum des Maschinenbau-Unternehmens und ließ sich über aktuelle Forschungsprojekte ins Bild setzen.

Umweltschutz, Forschung, Digitalisierung – es sind große Themen, mit denen sich Wirtschaftsunternehmen in der heutigen Zeit beschäftigen müssen. Und natürlich auch die Politik. Der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Andreas Pinkwart (FDP) hält freilich nichts davon, sich nur aus der Ferne mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Er macht sich lieber ein eigenes Bild vor Ort – gestern Vormittag beim innovativen Dormagener Maschinenbauunternehmen Coatema Coating Machinery GmbH, das auf Beschichten, Drucken und Laminieren spezialisiert ist.

„Am grünen Tisch kann man die Probleme meist nicht erfassen“, begründete Pinkwart seinen Besuch. In Dormagen war er in diesem Jahr schon mehrmals, „weil hier soviel los ist“, wie der Minister augenzwinkernd sagte – und damit unter anderem auch den örtlichen Chempark meinte, wo er Anfang des Jahres zum Beispiel beim Betreiber Currenta und beim Kunststoffspezialisten Covestro zu Gast war. Pinkwart sprach im Zusammenhang mit Digitalisierung und Dormagen von „Chemie 4.0“ und „Maschinenbau 4.0“. Bei Coatema informierte er sich gestern zum zweiten Mal, der erste Besuch liegt schon länger zurück. Allerdings hatte es im März eine Begegnung in Mülheim an der Ruhr gegeben, wo Pinkwart die Dormagener Firma bei der Siegerehrung im Rahmen des Innovationspreises 2017/2018 mit einer Urkunde ausgezeichnet hatte. Gewürdigt worden war damit die Kooperation der kostengünstigen Pilotproduktion von polymerbasierten elektrochromen Folien zur Abdunkelung von Fenstern.

Der Firma mit den Geschäftsführern Andreas Giessmann und Detlev Dieke sowie Prokurist Thomas Kolbusch an der Spitze verfügt über ein eigenes Technikum, das sich Pinkwart gestern zeigen ließ, und über ein engagiertes und vielseitiges Mitarbeiterteam mit Fachleuten aus Maschinenbau, Chemie und Physik. Die Verantwortlichen gaben Einblicke in ihre Innovationsstrategie und den Stand der Dinge bei aktuellen Forschungsprojekten.

Pinkwart verteilte ein großes Lob und merkte außerdem an: „Ich war beeindruckt von dem neuen Gedanken der Inniovationsplattform ‚open fab’. Sie soll unterschiedliche Querschnittstechnologien zusammenführen und kann von allen Mittelständlern genutztwerden.“ Durch solche Aktivitäten würden die Rahmenbedingungen für Innovationen in Nordrhein-Westfalen verbessert.