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Dormagen-Nikolausmarkt und Lebende Krippe fallen wegen Sturmwarnung aus

Dormagen-Zons: Wetter spielte nicht mit : Sturmböen: Stadt sagte Lebende Krippe ab

Auch der Nikolausmarkt in Zons musste am Wochenendeausfallen. Die Stadt sah keine Alternative, während die Zonser Kultur- und Heimatfreunde auch am Samstag gern die Lebende Krippe gespielt hätten. Sonntag fand das Krippenspiel statt.

Am Freitagabend waren alle Stände für den Zonser Nikolausmarkt aufgebaut, am Samstagmorgen wurde alles wieder abgebaut. Die Stadt hatte die Freilichtbühne wegen einer Unwetterwarnung gesperrt und den zweitägigen Nikolausmarkt komplett abgesagt.

Stadtmarketingleiter Thomas Schmitt bei der veranstaltenden Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWD): „Wir hatten am Samstagmorgen eine Unwetterwarnung für Dormagen mit Sturmböen bis 90 km/h sowohl vom Deutschen Wetterdienst als auch vom Katastrophenschutz Nina. Da blieb uns nichts anderes übrig, als die Freilichtbühne zu sperren. Die Sicherheit für Besucher und Aussteller hat höchste Priorität.“ Diese Ansicht unterstützte auch Michael Dries, stellvertretender Bürgermeister: „Die Absage ist natürlich nicht schön, aber als Trost kann gelten, dass wir uns für den Schutz der Besucher engagieren.“

Bei einem Empfang der Kultur- & Heimatfreunde Zons in der Tourist-Info, zu dem viele Darsteller der Lebenden Krippe (ohne Kostüm) erschienen waren, gab es deutliche Unmutsäußerungen. „Wir haben schon bei ganz anderem Wetter gespielt“, sagt Hedi Schütt, die Schriftführerin des Vereins, „manchmal sogar mit Regenschutz über den wertvollen Kostümen.“ Angelika Dappen, die Vorsitzende der Kultur- & Heimatfreunde, hatte bereits frühmorgens die Schafherde und den Esel „Giovanni“ abbestellt. Echte Tiere sind eine besondere Attraktion der Zonser Lebenden Krippe, die zum Text des Lukasevangeliums von 30 bis 40 Mitwirkenden als Maria und Josef, Engel, Hirten und Königen gestaltet wird. Seit 2003 wird die Krippe auf Anregung von Karl Kress angeboten, seit 2010 auf der Freilichtbühne. Das größere Platzangebot sorgte schon für rund 5000 Besucher an zwei Wochenenden. Während der Schirmherr Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung und ehemaliger NRW-Landwirtschaftsminister, nicht zum Empfang nach Zons gekommen war, stand Landrat Hans-Jürgen Petrauschke für Gespräche bereit. Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt die Zonser Krippe ebenso wie die Jubiläumsstiftung der Sparkasse. Der Eintritt bleibt frei, willkommene Spenden werden sozialen Zwecken zur Verfügung gestellt.

Am „Unwettersamstag“ herrschte um 17 Uhr, dem Zeitpunkt der Vorstellung, in Zons trockenes Wetter bei leicht stürmischen Windböen. Am Sonntag wurde das Krippenspiel dann aufgeführt, wie auch am kommenden Wochenende am Samstag (17 Uhr) und Sonntag (15 und 17 Uhr) – sofern das Wetter mitspielt.