Dormagen: NGK-Schüler informieren sich über Energie der Zukunft

Bildung in Dormagen : Schüler informieren sich über Energie

Das Norbert-Gymnasium in Knechtsteden organisierte eine Podiumsdiskussion mit dem Schwerpunkt „Energieversorgung im Jahr 2040“, ein Thema, das die Schüler des NGK sehr interessiert.

Wie kann und soll die Energieversorgung in Deutschland im Jahr 2040 aussehen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Experten, sondern auch die Schüler des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden (NGK). Darum lud die Schule vier Experten ein, die das Thema bei einer Podiumsdiskussion beleuchteten. „Wir wollten tatsächlich mal Entscheidungsträger fragen, die auch etwas verändern können“, erklärte Jochen Siller, Soziawissenschaft-Lehrer des Norbert-Gymnasiums. Alle Stufen würden sich mit dem Thema beschäftigen, in klassischen Fächern wie Politik und Erdkunde, aber auch in Physik oder Religion.

In die fast voll besetzte Aula schafften es dann aber nur die Stufen 7, 8, 9 und Q1. Durch das Programm führte als Moderator neben Jochen Siller der Chemie- und Physiklehrer Tim Wallraff. Als Experten wurden Personen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben eingeladen: Thomas Glimpel von dem Energieriesen RWE, Michael Geßner aus dem NRW-Landesministerium für Wirtschaft und Energie, Reiner Priggen als Vorsitzender des Landesverbandes „Erneuerbare Energien“ und Hardy Schmitz, Mitglied im Bundesverband Windenergie.

Als Einstieg ins Thema hatten die Schüler zwei Präsentationen über die Entwicklung der Energieträger und den aktuellen Stand sowie die Kohleemission und „Fridays for Future“ vorbereitet. Danach wurde den Experten das Wort überlassen. Mit seiner These: „Der Ausbau der Windenergie findet irgendwann seine Grenzen“, machte Hardy Schmitz den Anfang. Trotzdem seien die erneuerbaren Energien heute „lukrativer“ als früher. Schwierig sei es allerdings immer noch, da die Kosten nicht zu hoch sein dürften und gerecht verteilt werden müssten.

Nichts Neues für Michael Geßner, der in seinem Beruf beides berücksichtigen muss. „Das ist der Spagat, den man schaffen muss“, gibt er zu. Wichtig wäre aber, dass sich wirtschaftliches Interesse und Klimaschutz nicht immer gegenüber stehen würden, da erneuerbare Energien oft langfristig günstiger seien, wie Reiner Priggen erklärte. „Entscheidend ist der Weg dahin, die nächsten zehn Jahre, nicht wann das letzte Kraftwerk abgeschaltet wird.“ Auch Thomas Glimpel findet: „Es ist noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten.“ RWE sei zwar erst relativ spät in das Geschäft der erneuerbaren Energien eingestiegen, habe aber vor, innerhalb der nächsten neun Jahre komplett umzusteigen.

Im letzten Teil der Veranstaltung kamen die Schüler zu Wort. Fragen wie „Warum wurde die Forschung an der Magnetfeldnutzung verboten?“ belegten das Spezialwissen  der Schüler. Auf die Abschlussfrage der Moderatoren: „In 20 Jahren sitzen wir noch mal in der Runde zusammen, wer lag wo falsch?“, waren sich die Experten einig: „Hoffentlich lagen wir alle richtig.“

Auch nach dem Ende der Podiumsdiskussion waren viele der Knechtstedener Schüler noch begeistert. Ein Achtklässler erklärte: „Auch wenn ich meine Frage nicht mehr stellen konnte, hatte ich das Gefühl, dass die Experten unsere Meinung ernst genommen haben.“

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