Dormagen: Neue Hürde bei Reparatur der Ampel Europastraße

Verkehr in Dormagen : Neue Hürde bei der Reparatur der Ampel an der Europastraße

Die Instandsetzung der seit mehr als einem Jahr defekten Ampel an der Kreuzung Europastraße/Frankenstraße steht unter keinem guten Stern. Schon wieder hat sich das Projekt verzögert.

Das bestätigte Benjamin Josephs, Sprecher des für die Anlage zuständigen Rhein-Kreises Neuss, am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion. Der Grund: Die Firma Siemens, die die Reparatur ausführen soll, findet derzeit kein Tiefbauunternehmen, das zuvor die notwendigen neuen Ampelmasten setzt. Siemens arbeite aber unter Hochdruck an der Lösung dieses Problems, versicherte Josephs.

Eigentlich sollte die Ampel seit rund zwei Wochen wieder laufen. Davon war Josephs’ Kollege Reinhold Jung am 23. Juli im Gespräch mit unserer Redaktion noch ausgegangen. Doch selbst die Markierungsarbeiten, die der eigentlich Wieder-Inbetriebnahme vorausgehen sollten, wurden bisher nicht ausgeführt. Josephs begründete das damit, dass neue Markierungen  ohne neue Ampel die Verkehrsteilnehmer wahrscheinlich nur verwirren würden und deshalb nicht sinnvoll seien.

Nachdem bereits diverse Anläufe nicht geklappt hatten, nannte der Kreis am Montag noch keinen neuen Termin für die voraussichtliche Fertigstellung der Anlage – vielleicht auch, um die Erwartungen der Bürger nicht erneut zu enttäuschen. Immerhin: Wenn die Ampel endlich wieder funktioniert, wird sie mit LED, Kamerasteuerung und Zusatzfunktionen für Fahrradfahrer ausgestattet sein. Bis dahin müssen die Verkehrsteilnehmer an der zum Teil schlecht einsehbaren Stelle weiterhin besonders vorsichtig sein. Gerade Auto- und Fahrradfahrer, die aus der Frankenstraße nach links auf die Europastraße einbiegen wollen, können den aus Richtung Hackenbroich nahenden Verkehr erst ziemlich spät sehen und müssen sich langsam in den Kreuzungsbereich vortasten.

(ssc)
Mehr von RP ONLINE