Dormagen: Neue Fechthalle könnte in Nievenheim gebaut werden

Sport in Dormagen : Fechthalle könnte in Nievenheim gebaut werden

Die viel diskutierte neue Fechthalle in Dormagen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht am Höhenberg gebaut, wo der TSV Bayer Dormagen beheimatet ist, und wohl auch nicht in der Nähe des Sportinternats in Knechtsteden.

Kreisdirektor und Kreis-Sportdezernent Dirk Brügge nannte vor Politikern im Kreissportausschuss stattdessen die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim als vermutlich besten Standort.

Die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule hat wie das Norbert-Gymnasium Knechtsteden den Status NRW-Sportschule, ihre Verkehrsanbindung wird nach Brügges Worten zu urteilen von den Fachleuten aber offensichtlich besser eingeschätzt. Und gegenüber dem Höhenberg hat sie den Vorteil, dass es in Nievenheim keine Probleme mit der sogenannten Seveso-Richtlinie gibt. Die besagt, dass in der Nähe von Betrieben, die mit gefährlichen Stoffen arbeiten (wie im nahe dem Höhenberg gelegenen Chempark), bei bestimmten Bauprojekten Sicherheitsabstände eingehalten werden müssen.

In Dormagen und im Rhein-Kreis macht man sich Sorgen um den Status als Bundesstützpunkt im Fechten. Die Trainingskapazitäten beim TSV Bayer für seine erfolgreichen Fechter – die Säbelfechter sind als Spitzensportler ein Aushängeschild für die ganze Region – sind längst erschöpft, der Bau einer neuen Halle zur Vorbereitung auf Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften sowie andere hochrangige Wettbewerbe ist überfällig. Ein Knackpunkt ist die Finanzierung. Da erhoffen sich die Verantwortlichen im Rhein-Kreis Unterstützung vom Land NRW. Weiterhin herausragende Leistungen der Fechter könnten da ein gewichtiges Argument dafür sein, Mittel in die Chemiestadt fließen zu lassen. Das Abschneiden von TSV-Fechter Max Hartung am 19. Juni bei der EM in Düsseldorf könnte auch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden.

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