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Dormagen: Nahverkehr-Projekt - Stadt ist in der Modellregion dabei

Projekt für Verbesserungen im ÖPNV : Dormagen ist in der Modellregion für besseren Nahverkehr dabei

Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat die Resolution „Modellregion NahFAIRkehr - Für einen zukunftsweisenden, nachhaltigen und solidarischen Nahverkehr im Rhein-Kreis Neuss“ verabschiedet.

Mit Blick auf Energiewende, Klimawandel und notwendige industrielle Transformation stehen die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss vor Herausforderungen. Ein wichtiger Lösungsbaustein ist eine deutlich verbesserte Verkehrsinfrastruktur. Der Stadtrat lobt diese Entwicklungen ausdrücklich und setzt sich dafür ein, die Rhein-Kreis-Kommunen im Rahmen der Mobilitätswende landes- und/oder bundespolitisch als „Modellregion NahFAIRkehr“ zu etablieren. Aufgrund seiner sowohl städtisch als auch ländlich geprägten Räume sowie seiner Lage im Zentrum der Ballungsräume sei er in idealtypischer Weise geeignet, als Testfeld für einen nachhaltigen und solidarischen Nahverkehr zu fungieren.

Der Rat hat sich unter anderem dafür ausgesprochen: Trotz der Einführung des E-Tickettarifs gebe es – beispielsweise beim Bahnpreis von Dormagen nach Neuss in Höhe von 5,40 Euro – nach wie vor Optimierungspotentiale. Daher sollte es eine Erprobung eines deutlicher vergünstigten Fahrpreises ein. Zum Beispiel eine Absenkung auf zwei Euro auf Stadt- und Kreisebene. Ferner ist das Ziel, das Mobilitätssystem weiterzuentwickeln und stärker miteinander zu vernetzen. Dabei werden alternative Angebote (z.B. Rufbusse, Jugendtaxis) berücksichtigt und erprobt. Ebenso sind Park&Ride- und Sharing-Angebote sowie die Rad- und Fußgängerinfrastruktur zu stärken.

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Die Jusos, die sich in der Vergangenheit intensiv mit dem ÖPNV in Dormagen beschäftigt haben, halten die Verabschiedung der Resolution zwar für richtig,  „es muss allen Akteuren aber klar sein, dass eine Modellkommune die tiefgreifenden Probleme unseres bisherigen Mobilitätssystems nicht lösen wird“, heißt es in einer Stellungnahme. „Für uns ist klar, dass die Vorschläge aus dem Resolutionsentwurf nur ein Anfang sein können. Es braucht eine grundsätzliche Veränderung in der Verkehrspolitik - im Rhein-Kreis, NRW und Deutschland. Gleichwohl halten auch wir den Rhein-Kreis für einen idealen Standort für eine Mobilitäts-Modellkommune.“